Pläne-Vermögen-Betongold-Intro

Das «Betongold» verspricht konstante Erträge

In Zeiten von Negativzinsen sind Investitionen in Immobilien eine attraktive Möglichkeit. Auch mit wenig Geld, denn es muss ja nicht gleich die eigene Liegenschaft sein. Wir zeigen Möglichkeiten und räumen mit Vorurteilen auf.

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Zuerst eine grundsätzliche Entscheidung: Wenn Sie planen, in Immobilien zu investieren, können Sie entweder direkt oder indirekt investieren. Ihre Wahl hängt dabei nicht nur vom Kapital ab, sondern auch von Ihrer Risikobereitschaft. Die Optionen:

  1. Kauf eines Eigenheims oder einer Rendite-Liegenschaft
    Das Renditerisiko ist dabei eher klein, denn attraktive Objekte sind aktuell stark gesucht und dürften bei intakter Nachfrage in Zukunft weiter an Wert zulegen. Die finanziellen Hürden sind aber hoch und das Geld ist langfristig gebunden.
  2. Kauf von Anteilscheinen von offenen Immobilienfonds oder -aktien
    Beide Optionen sind auch mit tieferen Sparbeträgen interessant. Zudem haben Sie jederzeit Zugang zum Geld und bleiben liquide.

Immobilienfonds sind in der Regel etwas defensiver als Aktien: Sie arbeiten mit weniger Fremdkapital und sind weniger anfällig auf Schwankungen der Finanzmärkte. Erst eine langanhaltende Rezession oder ein Immobiliencrash hätten einen stark negativen Einfluss. Dafür ist die Wertsteigerung geringer. Entscheidend sind die Zutaten der Produkte.

Immobilienaktien sind im Vergleich dazu aufgrund ihrer Geschäftsausrichtung oftmals risikoreicher: Sie werfen in guten Zeiten eine bessere Rendite ab als Fonds, korrigieren aber auch stärker. Das konnte man während der Pandemie und den darauffolgenden wirtschaftlichen Konsequenzen beobachten. Grosse Immobilienaktien orientieren sich hauptsächlich an Büro- und Geschäftsliegenschaften und am Einzelhandel. Geschäftsfelder also, die stärker auf wirtschaftliche Turbulenzen und Entwicklungen reagieren.

Fonds: für alle etwas dabei

Ob Sie sich für Fonds oder Aktien entscheiden, hängt von Ihrer Risikofreude, Ihrem Anlageziel, den finanziellen Möglichkeiten und dem Zeithorizont ab. Für die Immobilienfonds spricht die breite Palette an Möglichkeiten.
So gibt es Immobilienfonds, die ganz auf das Segment Wohnen setzen und somit kaum auf Konjunkturschwankungen reagieren. Andere spezialisieren sich rein auf das Segment Gewerbe, bei denen das Kursrisiko höher ist. Und dann gibt es die gemischten Immobilienfonds, die sowohl Wohn- als auch Gewerbeliegenschaften im Portfolio besitzen. Nicht zu vergessen sind die Nischenfonds, die sich auf ein Thema wie Logistikimmobilien fokussieren.

Die Portfolios der grossen Immobilienfonds beinhalten 300 bis 400 unterschiedliche Liegenschaften: von sanierten Altbauten an zentralen Lagen in Städten bis zu verdichteten Neubauten. Grundsätzlich gilt: Je breiter die Diversifizierung, desto stabiler die Anlage. Und je länger der Zeithorizont, desto grösser ist die Chance für eine Wertsteigerung.

Der richtige Zeitpunkt

Die Preise für Immobilien steigen und steigen: In den letzten 20 Jahren haben sie sich im Schnitt fast verdoppelt – und zwar in nahezu allen Segmenten von Wohn- bis zu Gewerbeimmobilien. Trotzdem ist der Zeitpunkt für eine Anlage in Immobilien gut: Hypotheken sind so günstig wie nie und es herrscht ein Anlagenotstand.
Die Gesamtrendite von Immobilienfonds betrug gemessen am Immobilienfondsindex (SWIIT) in den letzten 5 Jahren rund 6 Prozent jährlich. Wobei 2019 mit plus 21 Prozent ein ausserordentliches Jahr war. Eine solche Performance scheint für die nächsten Jahre unwahrscheinlich, aber eine leicht positive Gesamtrendite ist möglich, wenn das Umfeld günstig bleibt.

In den letzten 20 Jahren haben sich die Preise für Immobilien im Schnitt fast verdoppelt.

 

Bei den Immobilienfonds, welche die Luzerner Kantonalbank einsetzt, beträgt die Ausschüttungsrendite rund 2,5 Prozent. Zudem bieten Immobilien als Sachwerte einen Schutz gegenüber der Inflation. Selbst wenn die Preise steigen und der Geldwert abnimmt, verspricht das «Betongold» konstante Erträge und gute Chancen für eine mittel- bis langfristige Wertsteigerung. Anders bei Obligationen in Schweizer Franken: Sie werfen derzeit tiefe oder sogar negative Rendite ab.

Auch für tiefe Beträge interessant

Es kursieren einige Vorurteile und Unwahrheiten im Bereich der Immobilien. Zum Beispiel sind für Immobilienfonds und -aktien keine grossen Investitionssummen nötig. Anteilscheine gibt es bereits ab 50 bis 100 Franken. Zudem bleibt man jederzeit liquide: Wenn man auf das Geld angewiesen ist, können die Anteilscheine sehr schnell in Cash umgewandelt werden.

Der Kauf einer Renditeliegenschaft hingegen ist erst ab einem gewissen Vermögen realistisch. Kommt hinzu, dass das Geld in der Regel langfristig gebunden bleibt, weil der Aufwand für den Verkauf einer Immobilie beträchtlich ist. Es kann zudem vorkommen, dass Risiken eher unterschätzt werden; etwa Hypozahlungen, Zinsänderungen oder Kosten der Instandhaltung. Die Vorgaben sind strikt und die Eintrittshürden hoch. Bei diesen komplexen Fragen können Sie auf die Expertise der LUKB zählen.

Auch ein Eigenheim bleibt für viele ein Traum. Zwar steigt die Wohneigentumsquote in der Schweiz seit den 70er-Jahren stetig, liegt aber im internationalen Vergleich immer noch bei tiefen 40 Prozent. Umfragen zeigen, dass viele Schweizerinnen und Schweizer gerne ein eigenes Haus kaufen würden, dies jedoch an der Geldfrage scheitert. Der Anlagenotstand und die beschränkten Bodenressourcen haben die Preise weiter durchs Dach getrieben.

Die Schweiz bleibt vorerst ein Land der Mieterinnen und Mieter. Doch das schliesst eine Anlage in Immobilien nicht aus: Mit den verschiedenen Immobilienfonds und -aktien gibt es interessante Möglichkeiten auch für kleinere Budgets.