Die engagierte Bank

Nachhaltigkeit als Fundament einer erfolgreichen Geschäftstätigkeit.

Prinzip der langfristigen Wertschöpfung

Die LUKB handelt bereits seit vielen Jahren unternehmerisch und verantwortungsvoll. Das Zielsystem der LUKB basiert dabei auf drei Pfeilern: Ökonomie, Gesellschaft und Ökologie. So will die LUKB nebst der jährlichen Zielerreichung vor allem einen langfristigen Nutzen für die Anspruchsgruppen des Unternehmens (Stakeholder) schaffen, wobei sie die kontinuierliche Wertschöpfung, die Schaffung eines hohen Gesellschaftsnutzens und die grösstmögliche Vermeidung von Umweltbelastungen anstrebt.

Ökonomisch

Breit abgestütztes, schwankungsarmes Geschäftsmodell

Seit ihrer Gründung im Jahr 1850 steht die LUKB für Kundennähe, Dienstleistungsqualität, Kontinuität sowie hoch qualifizierte Arbeitsplätze in der Region Luzern. Die unternehmerische Ausrichtung spiegelt sich auch in ihren Kernwerten «führend, persönlich, solide». Aufgrund ihres Geschäftsmodells als breit abgestützte und lokal verankerte Universalbank zeigt die LUKB bei ihren Geschäftsabschlüssen eine geringe Anfälligkeit für Schwankungen. Von dieser kontinuierlichen Entwicklung profitieren nicht zuletzt auch die Aktionäre der LUKB in Form von regelmässigen Gewinnausschüttungen. Dies gilt allen voran für den Kanton Luzern als Hauptaktionär mit einer Beteiligungsquote von 61.5%. 38.5% des LUKB-Aktienkapitals sind breit im Publikum gestreut («Free Float»). 58.1% dieses frei an der Börse gehandelten Aktienkapitals befinden sich im Besitz von natürlichen (52.2%) und juristischen (5.8%) Personen aus dem Kanton Luzern. Insgesamt sind über 35'000 Personen im Aktienregister der LUKB eingetragen.

Regelmässige Strategieüberprüfung mit verbindlichen Langfristzielen 

Die LUKB überarbeitet ihre Strategie im Fünfjahresrhythmus. Das Geschäftsjahr 2017 war dabei das zweite Jahr der laufenden Strategieperiode «2020@LUKB».

Zusammenfassung der Strategie «2020@LUKB»

Rating AA bestätigt

Die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S & P) hat am 27. Oktober 2017 das Rating für die langfristigen Verbindlichkeiten der Luzerner Kantonalbank (Stammhaus) von AA («Double A») bestätigt. Der Ausblick in die Zukunft bleibt unverändert «stabil». Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten hat die LUKB unverändert ein A-1+ («A1 plus» bzw. «extremely strong») erhalten. Das ist das höchste Rating überhaupt für diese Kategorie von Verbindlichkeiten.

Gesellschaftliche Verantwortung 

Eine vom Nachhaltigkeitsgedanken geprägte Personalpolitik ist eine Voraussetzung für den langfristigen Unternehmenserfolg der LUKB. Nur mit loyalen, motivierten Mitarbeitenden, die täglich ihr Bestes geben, kann die LUKB ihre Ziele erreichen und damit weiterhin die führende Bank im Kanton Luzern bleiben. Die Personalpolitik der LUKB orientiert sich am Unternehmensleitbild und an den in der Personalstrategie formulierten Grundsätzen.

Die LUKB beschäftigte per Ende 2017 auf Ebene Konzern insgesamt 1'158 Personen in total 988.4 Vollzeitstellen (teilzeitbereinigt, Lernende zu 50% gewichtet). Im gesamten Konzern LUKB arbeiteten am 31. Dezember 2017 total 637 Männer (davon 69 in einem Teilzeitpensum) und 521 Frauen (davon 268 in einem Teilzeitpensum). Von den insgesamt 579 Kaderleuten im Konzern LUKB (451 Männer und 128 Frauen) waren am Stichtag 92 Personen in einem Teilzeitpensum tätig (37 Männer und 55 Frauen). Mit diesem Personalbestand gehört die LUKB zu den grössten Arbeitgebern im Kanton Luzern.

Grosse Investitionen in die Aus- und Weiterbildung

Im Jahr 2017 verbrachten die LUKB-Mitarbeitenden total 7'615 Arbeitstage mit Aus- und Weiterbildung. Das ergibt umgerechnet 7.7 Arbeitstage pro Vollzeitstelle. Dieser Wert ist im längerfristigen Vergleich überdurchschnittlich hoch und unter anderem auf die zahlreichen Neuerungen bei den Produkten und Prozessen der Bank zurückzuführen. Es ist ein erklärtes Ziel der LUKB, die Fach-, Führungs- und Sozialkompetenz ihrer Mitarbeitenden durch permanente Aus- und Weiterbildungen zu halten und zu steigern.

Lohngleichheit von Frauen und Männern

Für die LUKB sind faire, fortschrittliche Anstellungsbedingungen das Fundament für ein beidseitig erfolgversprechendes Arbeitsverhältnis. Dazu gehört, dass Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn erhalten. Die LUKB beteiligt sich freiwillig am Lohngleichheitsdialog der Sozialpartner und des Bundes und hat diesen bereits im Jahr 2014 als erste Bank in der Schweiz erfolgreich abgeschlossen. Das Resultat der nach den Vorgaben des Lohngleichheitsdialogs durchgeführten Regressionsanalyse zeigt, dass nach Berücksichtigung der Faktoren Ausbildung, Berufserfahrung und Stellenanforderungen zwischen Männern und Frauen bei der LUKB für das Jahr 2016 nur ein Lohnunterschied von ca. 1% besteht. Das ist deutlich weniger als der vom Lohngleichheitsdialog tolerierte Unterschied von maximal 5%. Die Analyse wird bei der LUKB jährlich im Frühjahr aktualisiert (lukb.ch/lohngleichheitsdialog).

Familie und Karriere vereinbaren

Seit 2013 arbeitet die LUKB mit dem Konzept «Familie und Karriere in der LUKB»: Damit verfolgt sie das Ziel, Anstellungs- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, die es Mitarbeitenden mit Familienpflichten (Frauen und Männern) erlauben, die Berufs- und Familienarbeit möglichst gut zu kombinieren. Zudem will die LUKB mit diesem Konzept leistungsfähige und motivierte Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung speziell fördern.

Personalfluktuation und Ausbildungsplätze für Lernende

Die Fluktuationsrate im Jahr 2017 betrug netto, das heisst ohne Berücksichtigung von Pensionierungen sowie ohne familiäre Gründe wie Schwangerschaften und Todesfälle, 3.3% (2016: 3.6%). Die LUKB strebt eine bezüglich Alter und Geschlecht gut durchmischte Personalstruktur an. Dies wird bei jeder Rekrutierung berücksichtigt. 2017 stellte die LUKB wiederum 26 Lernende ein mit dem Ziel, möglichst viele davon nach der Lehre weiter zu beschäftigen und intern zu entwickeln.

Freiwilliges, persönliches Engagement

Die LUKB engagiert sich nicht nur als attraktive Arbeitgeberin im Wirtschaftsraum Luzern, sondern ermuntert seit 2012 ihre Mitarbeitenden, einen persönlichen Beitrag für die Region zu leisten: Im Rahmen der Aktion «Unternehmen mit Verantwortung» stellt sie allen Mitarbeitenden, die sich mindestens drei Tage freiwillig für ein gemeinnütziges Projekt engagieren, zwei Arbeitstage zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen dabei selber mindestens einen Ferientag einsetzen. Seit 2014 haben die Mitarbeitenden auch die Möglichkeit, Tageseinsätze zu leisten. Dabei geht ein halber Tag zulasten der LUKB und der andere halbe Tag zulasten der Mitarbeitenden. Das Spektrum der Freiwilligenarbeit der Mitarbeitenden reicht von Einsätzen im Berggebiet über die Mithilfe in diversen Lagern bis zur Betreuung von betagten oder demenzkranken Personen.

Sponsoring von 1.5 Millionen Franken

Das Sponsoring hat bei der LUKB eine lange Tradition und dokumentiert die Nähe und Verbundenheit zum Kanton Luzern und seiner Bevölkerung. 2017 engagierte sich die LUKB mit insgesamt 1.5 Millionen Franken im Sponsoring.

Budget-Beratung für Jugendliche

Aktuell führt die LUKB in Luzerner Schulen rund 90 Budget-Beratungen pro Jahr durch. Etwa 1'700 Schülerinnen und Schüler der dritten Oberstufe sowie Jugendliche in «Brückenangeboten» nehmen daran teil. Sie setzen sich in diesen 90-minütigen Kursen intensiv mit dem Umgang mit ihrem Geld auseinander und lernen nützliche Budget-Instrumente kennen (u. a. Budget-Plan). Die LUKB führt keine Produkte im Angebot, welche die Konsumverschuldung begünstigen.

Sammlung von regionalen Kunstschaffenden

Die LUKB pflegt und unterstützt auch ausserhalb ihrer Sponsoringstrategie die kulturelle Vielfalt in der Zentralschweiz. Ihre interne Kunstkommission fördert mit ihren Ankäufen und sporadischen Ausstellungen primär Kunstschaffende, die in der breiten Öffentlichkeit noch nicht bekannt sind. In der seit 1989 durch die Kunstkommission aufgebauten LUKB-Kunstsammlung sind verschiedene Stilrichtungen zeitgenössischer Kunst zu finden.

Ökologisch

2001 hat die LUKB erstmals einen Umweltbericht mit Angaben zu ihren Anstrengungen in der Betriebsökologie veröffentlicht. Danach hat sie ihre Berichterstattung kontinuierlich erweitert und 2005 den Umweltbericht zu einem Nachhaltigkeitsbericht ausgebaut. Anstelle eines alle zwei Jahre erscheinenden Nachhaltigkeitsberichts stellt die LUKB seit 2011 die wichtigsten betriebsökologischen Komponenten (inkl. Ziele) im Geschäftsbericht dar.

Grundsätze

  • Schonender Umgang mit Ressourcen
  • Primäres Ziel: Verbrauch vermeiden
  • Sekundäres Ziel: Verbrauch reduzieren

Das Ziel der LUKB ist es, bei allen umweltrelevanten Aspekten wie Energieverbrauch, Papierverbrauch, Wasserverbrauch und Abfallaufkommen dauerhafte Optimierungen zu erzielen und dabei den Verbrauch durch technische und operative Massnahmen kontinuierlich zu senken.

2016 hat die LUKB neue Zielwerte für die Strategieperiode 2016 bis 2020 gesetzt. Mit der im Vergleich zur vorherigen Strategieperiode weiteren Reduktion der Vorgaben führt die LUKB den eingeschlagenen nachhaltigen Weg fort. Mit den zwischenzeitlich eingeleiteten Massnahmen ist die LUKB auf gutem Weg, die Ziele zu erreichen. Insbesondere die technischen bzw. organisatorischen Entwicklungen im Bereich Output führen dazu, dass mittelfristig die Vorgaben beim Papier- und Kuvertverbrauch sowie im Abfallwesen klar unterschritten werden dürften. Zur Erhöhung der Aussagekraft der Kennzahlen und aufgrund neu verfügbarer Informationen wurden darum im Jahr 2017 verschiedene Definitionen präzisiert. Um die Vergleichbarkeit sicherzustellen, sind dabei teilweise sowohl die Daten für die Vorperioden als auch die Zielwerte angepasst worden.

Papier inkl. Kuverts

Für die LUKB hat der Papierverbrauch – nach dem Energieverbrauch – die grösste ökologische Relevanz. Um die Papiermenge kontinuierlich zu reduzieren, versucht die LUKB, das Verhalten der Mitarbeitenden und der Kunden entsprechend zu steuern. Zudem achtet die LUKB darauf, so oft wie möglich sogenannt «sauberes» Papier (chlorfrei gebleichte Papiere mit dem FSC-Siegel) einzusetzen. Die LUKB hat den Papier- und Kuvertverbrauch auch 2017 weiter reduzieren können. Seit 2010 ist der Papierverbrauch um 42% und der Kuvertverbrauch um 23% gesunken.

A4-Papier in Tonnen 2016 2017 Ziel 2020
Verbrauch für Anzeigen/Auszüge 34 32  
Übriger Verbrauch 45 31  
Total 79 64 55

Der ursprünglich für 2020 definierte Zielwert von 70 Tonnen wurde zwischenzeitlich auf 55 Tonnen reduziert.

Anzahl Kuverts in 1'000 2016 2017 Ziel 2020
Verbrauch für Anzeigen/Auszüge 2'070 2'662  
Übriger Verbrauch 1'396 779  
Total 3'466 3'441 3'000

Energie

Die LUKB hat in den vergangenen sieben Jahren durch die bedarfsgerechte Erneuerung ihrer bankeigenen Liegenschaften (Neubauten nach Minergie zertifiziert sowie Umbauten von diversen Geschäftsstellen) den Energieverbrauch von 8'668 Kilowattstunden (kWh) auf 7'742 kWh pro Mitarbeitenden reduziert. Durch die stetige Erneuerung der Haustechnikanlagen ist es der LUKB gelungen, den Energieverbrauch in den vergangenen sieben Jahren trotz starker Zunahme des Geschäftsvolumens deutlich zu senken. Der Gebäudeenergiebedarf ist stark von der Witterung abhängig. Deshalb ist der Gebäudeenergiebedarf nach einem witterungsbedingten Anstieg 2016 im Jahr 2017 wieder um rund 18% gesunken und damit wieder auf dem Niveau von 2015. Seit 2007 verfügt die LUKB über eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Hauptsitzes, die jährlich rund 25'000 kWh Solarstrom für die Bank produziert.

Energieverbrauch in kWh pro Mitarbeiter/in 2016 2017 Ziel 2020
Totalverbrauch 8'292 7'742 7'500

Der ursprünglich für 2020 definierte Zielwert von 8'150 kWh wurde zwischenzeitlich auf 7'500 kWh reduziert.

Abfall

Der Grossteil des anfallenden Abfalls setzt sich mengenmässig aus Papier und Kartonagen zusammen (Altpapier und Aktenvernichtung). Das Altpapier besteht zu einem wesentlichen Teil aus Zeitungen, nicht mehr benötigten Drucksachen sowie betriebsinternem Druckpapier. Im Rahmen der Digitalisierung konnte die LUKB insbesondere im Jahr 2017 die Abfallmenge stark reduzieren. Bei der Entsorgung sind bei der LUKB die für eine Bank geltenden Sicherheitsgrundsätze oberstes Gebot. Die LUKB ist bestrebt, einen möglichst grossen Anteil des Abfalls zu recyceln (wie z. B. Papier, Karton, PET, Elektroschrott) und dafür zu sorgen, dass die Abfallmenge tief bleibt. Seit 2010 hat sie um 26% bzw. 82 kg pro Mitarbeitenden abgenommen.

Abfall in kg pro Mitarbeiter/in 2016 2017 Ziel 2020
Recycling (Papier, Karton, PET, Elektroschrott usw.) 92 85  
Verbrennung (Restmüll) 51 51  
Sonderabfall (Batterien usw.) 0 0  
Total 143 136 125

Wasser

Am meisten Wasser verbraucht die LUKB für die sanitären Anlagen und den Reinigungsunterhalt sowie am Hauptsitz in Luzern zusätzlich für das Personalrestaurant und die Kühlanlagen. Dabei liegt der tägliche Wasserverbrauch pro Mitarbeitenden unter 100 Litern.

Geschäftsverkehr

Die LUKB ist grösstenteils im Wirtschaftsraum Luzern tätig. Deshalb verzeichnet sie – abgesehen von Kurierfahrten und einzelnen Geschäftsreisen – wenig Fernverkehr. Der Luftverkehr spielt bei der LUKB eine vernachlässigbare Rolle. Da für die Ökobilanz die Bedeutung des Schienen- und Strassenverkehrs vergleichsweise gering ist, verzichtet die LUKB auf die Erfassung und Darstellung der Gesamtkilometerzahlen.

Regionale Lieferantenbeziehungen

Das Ziel der LUKB ist es, möglichst viele Aufträge an Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum Luzern zu vergeben. Seit 2011 führt die LUKB eine Statistik dazu. Lieferanten ausserhalb des Wirtschaftsraums Luzern berücksichtigt die LUKB insbesondere dann, wenn die Dienstleistungen / Produkte nicht zu vergleichbaren Preisen in der Region verfügbar sind.

Aufträge an regionale Unternehmen 2016 2017 Ziel 2020
Bereich Bau 94% 94% >90%

Anstelle eines Nachhaltigkeitsberichts stellt die LUKB neu die wichtigsten betriebsökologischen Komponenten (inkl. Ziele) im Geschäftsbericht auf den Seiten 16 bis 20 dar.

Geschäftsbericht 2017

Nachhaltigkeit 2016

Nachhaltigkeit 2015

Nachhaltigkeit 2014

Nachhaltigkeit 2013