Eigenheim-Grundsätze

Einige wichtige Grundregeln für den Kauf eines Eigenheims.

Grundsätze

Eigenmittel

Die Faustregel besagt, dass mindestens 20% der Anlagekosten durch Eigenkapital gedeckt sein sollten. Dabei müssen mindestens 10% des Kaufpreises aus Guthaben ausserhalb der 2. Säule stammen.

Tragbarkeit

Damit die Tragbarkeit Ihres Wohneigentums gegeben ist, sollte die Verzinsung der Hypotheken, die Nebenkosten der Liegenschaft und die Amortisation der Hypotheken zusammen nicht mehr als einen Drittel Ihres Nettoeinkommens beanspruchen.

Verwendung der Mittel der 2. und 3. Säule

Das Bundesgesetz eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Gelder der 2. und 3. Säule zur Finanzierung Ihres Wohneigentums einzusetzen. Sie können so einen Teil der Hypothek mit Pensionskassenguthaben absichern oder Freizügigkeitskapital wie auch Sparen 3-Guthaben als Eigenmittel einbringen. Klären Sie deshalb bei Ihrem Arbeitgeber schriftlich ab, wie hoch Ihr Freizügigkeitsguthaben ist (inkl. allfällige Kadervorsorge-Versicherungen).

Darlehen

Falls Sie auf ein Darlehen von Verwandten oder von Ihrem Arbeitgeber zurückgreifen möchten, überprüfen Sie diese Beziehung sorgfältig. Bestehen Sie auf klare schriftliche Verträge, die über die Summe des Darlehens, den Zinssatz, die Rückzahlung und Sicherheiten sowie über Kündigungsmöglichkeiten und Dauer usw. Aufschluss geben.

Hypothek

Die Hypothek wird je nach Finanzierungsbetrag in eine 1. Hypothek (entspricht ca. 2/3 des Verkehrswertes) und eine 2. Hypothek aufgeteilt.

Innerhalb einer Frist von 15 Jahren ist die 2. Hypothek in gleichmässigen Tranchen (d.h. linear) zurückzuzahlen.

Amortisation

Man unterscheidet zwischen direkter und indirekter Amortisation.
Mit der direkten Amortisation reduzieren Sie laufend Ihre Hypothekarschuld und damit Ihre jährliche Zinsbelastung.

Im Zusammenhang mit der Säule 3a bietet sich auch die Möglichkeit einer indirekten Amortisation. Dabei zahlen Sie die entsprechenden Beträge auf Ihr Sparen 3-Konto ein. Dieses wird zugunsten der Hypothek verpfändet. So bleibt die Hypothekarschuld mit der Zinsbelastung bestehen und Sie profitieren von Steuerersparnissen. Denn ein Guthaben auf dem Sparen 3-Konto wird nicht als Vermögen deklariert und der jährliche Einzahlungsbetrag kann vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Finanzierungsvorschläge

Die Finanzierungsspezialisten der Luzerner Kantonalbank unterbreiten Ihnen gerne auf Sie und Ihre persönlichen Verhältnisse zugeschnittene Finanzierungsvorschläge. Wie Sie den Finanzierungsbetrag am besten aufteilen und wie dieser Betrag amortisiert werden soll, zeigen wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch auf.

Checkliste für Ihr Finanzierungsgespräch

Diese Unterlagen sollten Sie zum Finanzierungsgespräch mitbringen:

Bei allen Objekten

  • Situationsplan
  • Grundbuchauszug oder Kaufvertrag mit aktuellem Grundstückbeschrieb und Angaben über Pfandrechte
  • Baupläne (Grundriss, Fassaden, Schnitt)

Persönliche Unterlagen

  • Einkommensnachweise (Lohnausweis, Lohnabrechnung) und letzte Steuererklärung
  • BVG-Ausweis mit Angabe der Freizügigkeitssumme einsetzbar für Wohneigentum

Zusätzliche Unterlagen

Zusätzlich bei Eigentumswohnungen

  • Nettowohnflächen-Berechnung
  • Stockwerkeigentumsbegründungs-Vertrag (allenfalls Entwurf) mit Wertquotenaufteilung
  • Nutzungs- und Verwaltungsreglement der STWE-Gemeinschaft
  • Kaufpreisliste

Zusätzlich bei Umbauten und Renovationen

  • Umbaubeschrieb
  • Kostenvoranschlag
  • Umbaupläne
  • Baubewilligung/Bauversicherung

Zusätzlich bei Baurecht

  • Baurechtsvertrag (allenfalls Entwurf)
  • Bei ausserkantonalen Grundstücken nehmen Sie bitte mit unseren Finanzierungsspezialisten Kontakt auf.

Zusätzlich bei Neubauten

  • Baubeschrieb
  • Kostenvoranschlag oder kubische Berechnung mit Kostenzusammenstellung
  • Unterzeichnete Bauabrechnung
  • Bauversicherung
  • Baubewilligung
  • Generalunternehmervertrag (falls vorhanden)

Persönliche Angaben

Kontakt