Anlagepolitischer Ausblick für zweites Quartal 2015

Freitag, 20. März 2015

LUKB erwartet weiter steigende Aktienmärkte.

Die Weltwirtschaft hat sich in den ersten Monaten 2015 gefestigt. Haupttreiber war der starke Rückgang des Ölpreises, der in den meisten Ländern zu sinkenden Kosten für Haushalte und Unternehmen geführt hat. Unter den traditionellen Industrieländern entwickeln sich die USA am besten, während die Eurozone und Japan noch immer einen vergleichsweise starken Reformbedarf haben. Die Finanzanalyse der Luzerner Kantonalbank (LUKB) geht davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2015 um 2.6% wachsen wird (2014: 2.4%). Aufgrund der ermutigenden Konjunktursignale aus den USA und der Eurozone haben sich nach der Aufhebung des Euro/Franken-Mindestkurses auch die Perspektiven für die Schweiz wieder etwas verbessert. Die LUKB rechnet deshalb damit, dass die Schweiz im Jahr 2015 ein Wachstum von 0.5% aufweisen wird (2014: 2.0%) und im Laufe des Jahres 2016 wieder an Dynamik zulegen kann.

LUKB setzt weiterhin auf Aktien

Aktien bleiben angesichts historisch tiefer (bis teilweise sogar negativer) Renditen von Qualitätsanleihen interessant. Die Aktienmärkte haben sich in den vergangenen Wochen bereits ausserordentlich gut entwickelt, dennoch erachten die LUKB-Analysten die Attraktivtät von Aktien im Vergleich zu anderen Anlagen als weiterhin hoch. Sie halten deshalb am bisherigen Aktienanteil im Portfolio fest, setzen aber zu Lasten von US-Aktien etwas mehr auf Aktien der Eurozone. Die Finanzanalyse der LUKB prognostiziert, dass sich die weltweit wichtigsten Aktienmärkte in den kommenden zwölf Monaten weiterhin positiv entwickeln werden. Auch Schweizer Aktien zählen zu den interessanten Investitionsmöglichkeiten – vor allem Aktien von solide finanzierten Unternehmen mit einer attraktiven Dividendenrendite. Sorgfältig ausgewählte Aktien mit hoher Dividendenrendite bieten den Investoren stabile und nachhaltige Erträge.

Zur Diversifikation des Portfolios bieten sich gemäss den LUKB-Analysten weiterhin Gold und Palladium an. Da nach der Einführung von Negativzinsen die Nachfrage nach Schweizer Immobilienfonds nochmals einen kräftigen Schub erhalten hat, sind diese Anlagen mittlerweile sehr hoch bewertet. Deshalb ist für die LUKB der Zeitpunkt gekommen, diese Positionen sowie Anleihen in Schweizer Franken etwas zu reduzieren.