Sicherheit im Umgang mit Geld und Kreditkarten

Tipps, wie Sie sich im Alltag vor Betrugsversuchen schützen können.

Betrügerische Manipulationen am Bancomaten

Betrüger lassen sich ausgeklügelte Methoden einfallen, um an die Bankkarte und/oder den PIN-Code ihrer Opfer zu gelangen. Beachten Sie die folgenden Tipps, um sich vor Betrugsversuchen zu schützen.

Sicheres Verhalten am Bancomaten

  • Lassen Sie sich nie von Fremden ansprechen oder unaufgefordert «helfen» und somit ablenken, auch wenn sich die Person als Bankmitarbeitende ausgibt. Verlangen Sie von fremden Personen, Abstand zu wahren.
  • Werden Sie dennoch von Unbekannten angesprochen, ist die Transaktion mit der STOP-Taste sofort abzubrechen und die Karte zu entnehmen.
  • Kontrollieren Sie den Automaten vorgängig auf auffällige oder bewegliche Teile
    (vor allem bei der Tastatur und beim Kartenschlitz).
  • Halten Sie Ausschau nach einer Mini-Kamera – sie ist bei Betrugsattacken
    (z.B. Skimming) meistens über der Tastatur platziert.
  • Stellen Sie etwas Ungewohntes am Bancomaten fest, brechen Sie die Transaktion mit der STOP-Taste ab und entnehmen Sie die Karte.
  • Bleiben Sie beim Bancomaten, wenn Ihre Karte steckenbleibt oder eingezogen wird. Rufen Sie die LUKB unter +41 844 822 811 an.
  • Sperren Sie Ihre Karte bei Diebstahl oder Verlust sofort.
  • Prüfen Sie am Ende des Monats Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnung auf Unregelmässigkeiten.
  • Erstatten Sie Anzeige, wenn Sie geschädigt worden sind.

Merkblatt: Sicherheit beim Geldbezug am Bancomaten

Der richtige Umgang mit dem PIN-Code (Geheimzahl)

  • Wählen Sie keine leicht nachvollziehbare Zahl als PIN-Code
    (weder Autonummer noch Geburtsdatum).
  • Lernen Sie Ihren PIN-Code auswendig und notieren Sie diesen nirgends.
  • Geben Sie Ihren PIN-Code immer verdeckt ein.
  • Geben Sie Ihren PIN-Code in keinem Fall an andere Personen weiter

Folgende Betrugsmethoden am Bancomaten existieren

  • Card Trapping

Betrüger manipulieren Geldautomaten so,  dass die Karte stecken bleibt. Dann bieten sie den Betroffenen direkt beim Automaten ihre Hilfe an. Sie fordern ihr Opfer auf, den PIN-Code nochmals einzugeben, den sie sich merken. Weil sich die Karte nicht aus dem Bancomaten entfernen lässt, geht das Opfer ohne diese weg. Die Betrüger entnehmen die Karte und heben mit dem Pin-Code Geld ab.

  • Trickdiebstahl beim Bancomaten

Während ihr Opfer am Geldautomaten beschäftigt ist, inszenieren die Betrüger ein Ablenkungsmanöver. Dabei entwenden oder tauschen sie unbemerkt die Karte und erspähen den PIN-Code. Nun sind sie im Besitz von Karte und PIN-Code.

  • Skimming

Als Skimming bezeichnet man das Manipulieren von Kartenautomaten (Geldautomaten, Billettautomaten und Zahlterminals im Detailhandel, an Tankstellen, in der Gastronomie usw.). Dabei bringen die Täter spezielle Apparaturen am oder im Automaten an, welche die Magnetstreifendaten von Konto-, Debit- und Kreditkarten kopieren. Eine installierte Kleinkamera oder Tastaturnachbildung registriert gleichzeitig den PIN-Code. Mit einer neu gefertigten Kartenkopie beziehen die Betrüger dann Geld in Ländern mit veralteten Automaten. Die meisten Opfer bemerken die Tat erst, wenn sie ihren Kontoauszug prüfen.

Auf der Internet-Seite www.card-securtity.ch finden Sie weitere Informationen zu Betrugsarten und wie Sie sich dagegen schützen können. Ebenfalls finden Sie Informationen zu aktuellen Gefahrenpotenzialen.

Richtig Handeln im Betrugsfall

  • Was tun, wenn Sie am Bancomat Auffälligkeiten bemerken?
    • Heben Sie kein Geld ab.
    • Rufen Sie die LUKB an (Telefon +41 844 822 811)
    • Falls Sie die LUKB nicht erreichen, alarmieren Sie die Polizei (Telefon 117)

Merkblatt: Sicherheit beim Geldbezug am Bancomaten

  • Was tun, wenn Sie einen Betrugsversuch bemerken?
    • Lassen Sie die Karte sofort sperren: Tel. +41 844 822 811
    • Nehmen Sie mit der LUKB Kontakt auf, um das weitere Vorgehen zu
      besprechen.

Gesundes Misstrauen

Es ist erfreulich, dass Menschen in der Regel bereit sind, Verwandten oder Freunden bei finanziellen Engpässen auszuhelfen. Leider gibt es Betrüger, die genau diese zwischenmenschliche Hilfsbereitschaft ausnützen. Es ist also Vorsicht angebracht.

Wenn ein LUKB-Mitarbeiter am Schalter einen Enkeltrick vermutet, weil jemand eine auffallend hohe Summe abheben möchte, spricht er die Kundin oder den Kunden gezielt an. So ist es schon gelungen, Betrüger auffliegen zu lassen.

Verhalten bei Enkeltrick-Verdacht

  • Schalten Sie bei Verdacht auf Betrug immer die Polizei ein.
  • Überprüfen Sie die Identität des Anrufers. Stellen Sie Fragen, zu welchen der Anrufer die Antworten kennen müsste.
  • Lehnen Sie eine Bargeldübergabe ab. Fragen Sie nach der Bankverbindung für eine Überweisung ohne die Zahlung auszulösen.
  • Nicht immer ist es die «Enkel-Masche». Manche Betrüger spionieren Ihren Freundeskreis aus. Sie geben vor, einer Ihrer Freunde zu sein, der finanzielle Hilfe benötigt. Dialekt und Stimmen lassen sich imitieren. Fragen Sie bei Ihrem Freund direkt nach.