Bundesgesetz über Börsen und Effektenhandel (BEHG)

Das BEHG regelt die Voraussetzungen für die Errichtung und den Betrieb von Börsen, um für den Anleger Transparenz und Gleichbehandlung sicherzustellen.

Das Börsengesetz verfolgt die zwei Hauptziele Anlegerschutz und Funktionsschutz:

  • Die Gleichbehandlung aller Kundinnen und Kunden und die Transparenz der einzelnen Geschäfte wird gewährleistet.   

Die Funktionsfähigkeit des Schweizer Finanzmarktes soll bewahrt werden. Es regelt unter anderem die folgenden wesentlichen Punkte:   

  • Die Voraussetzungen für die Errichtung und den Betrieb von Börsen sowie für den gewerbsmässigen Handel mit Effekten. Unter Effekten sind vereinheitlichte und zum massenweisen Handel geeignete Wertpapiere, nicht verurkundete Rechte mit gleicher Funktion (Wertrechte) sowie die derivativen Finanzinstrumente zu verstehen.

  • Die Anforderungen an die Effektenhändler.   

  • Die Verhaltensregeln (Standesregeln) für die Effektenhändler. Diese konkretisieren die im nachstehenden Artikel 11 im Grundsatz geregelte Informations-, Sorgfalts- und Treuepflicht.   

  • Die Offenlegung von Beteiligungen.

  • Öffentliche Kaufangebote.

Art. 11 BEHG:

  1. Der Effektenhändler hat gegenüber seinen Kunden   

  • a) eine Informationspflicht; er weist sie insbesondere auf die mit einer bestimmten Geschäftsart verbundenen Risiken hin;   

  • b) eine Sorgfaltspflicht; er stellt insbesondere sicher, dass die Aufträge seiner Kunden bestmöglich erfüllt werden und diese die Abwicklung seiner Geschäfte nachvollziehen können;   

  • c) eine Treuepflicht; er stellt insbesondere sicher, dass allfällige Interessenkonflikte seine Kunden nicht benachteiligen.  

Bei der Erfüllung dieser Pflichten sind die Geschäftserfahrenheit und die fachlichen Kenntnisse der Kunden zu berücksichtigen