Anlagepolitischer Ausblick für drittes Quartal 2016

Freitag, 17. Juni 2016

LUKB erwartet leicht geringeres Wachstum der Schweizer Wirtschaft.

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) geht in ihrem Hauptszenario davon aus, dass Grossbritannien mit einem knappen Ergebnis in der EU verbleibt und die USA den Leitzins erst im Herbst oder Ende Jahr 2016 erhöhen werden. Für die Schweizer Wirtschaft prognostiziert die LUKB ein zögerliches Wachstum sowie eine anhaltende Frankenstärke. Leichte konjunkturelle Aufhellungstendenzen sind in den BRIC-Staaten feststellbar. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die LUKB den Anlegern, die Gewichtung in allen Anlageklassen unverändert zu belassen und nur punktuell taktische Neu-Allokationen vorzunehmen.

Im globalen Umfeld geht die LUKB in ihrer quartalsweise publizierten Anlagepolitik für das 3. Quartal 2016 von einem verhaltenen Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr aus. Für die USA rechnet die LUKB für den weiteren Verlauf des Jahres mit einer Belebung der Konjunktur. Diese dürfte jedoch nicht so kräftig ausfallen wie im Vorjahr, vor allem auch, weil die zuletzt präsentierten Arbeitsmarktzahlen schwächer ausgefallen sind als erwartet. Deshalb geht die LUKB in den USA nur von einer Leitzinserhöhung im laufenden Jahr aus. Mit Blick auf die Brexit-Abstimmung rechnet die LUKB mit einem knappen Ergebnis, aber letztlich mit einem Verbleib Grossbritanniens in der EU. Daraus schliesst die LUKB, dass die Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Perspektiven der EU und Grossbritanniens nach der Volksabstimmung vom 23. Juni 2016 nachlassen. Trotzdem dürfte sich das Wachstum in der Eurozone im 2. Quartal verlangsamen.

Unveränderte Gewichtung der Anlageklassen

Die LUKB belässt im geschilderten Umfeld die Aktienquote insgesamt unverändert übergewichtet, baut jedoch europäische Aktien um 1% ab und Schwellenländeraktien um 1% auf. Obligationen hält die LUKB unverändert untergewichtet. Innerhalb der unverändert neutralen Quote bei den nicht-traditionellen Anlagen reduziert die LUKB das Engagement bei Schweizer Immobilienfonds (tiefes Risiko) um 1% und erhöht die Position in attraktiv bewerteten britischen Immobilien (mittleres Risiko) um 1%. Der Cashanteil bleibt unverändert bei 6%. Beim Gold (hohes Risiko) empfiehlt die LUKB «Halten».