Jahresabschluss 2011

Dienstag, 31. Januar 2012

173.6 Millionen Franken Unternehmensgewinn, 2.5 % über Vorjahresergebnis | Dividende von 11 Franken pro Aktie beantragt | Erfolgreiches Kostenmanagement

Die Luzerner Kantonalbank erzielt im Geschäftsjahr 2011 einen Unternehmensgewinn nach Steuern von 173.6 Millionen Franken. Damit übertrifft sie das erfreuliche Vorjahresergebnis um 2.5 %. Das erneut starke Zinsergebnis (plus 1.8 %) sowie der nochmals gesunkene Geschäftsaufwand (minus 5.1 %) haben massgeblich zu diesem Resultat beigetragen. Die Unsicherheiten an den Finanzmärkten und die abgebauten Kundenvolumina wirken sich dagegen negativ auf die Erträge im Kommissions- und Handelsgeschäft aus. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 23. Mai 2012 wie im Vorjahr eine Dividende von 11 Franken brutto pro Aktie.

"2011 war erneut ein herausforderndes, intensives Jahr, das die LUKB gut gemeistert hat", berichtete CEO Bernard Kobler an der Medienorientierung. "Wir sind auf Kurs bei der Erfüllung der Vorgaben unserer Strategie 2011 bis 2015 – sowohl bei den strategischen Initiativen als auch bei den finanziellen Zielgrössen."

Zinsergebnis: Weiteres Wachstum auf hohem Niveau

Das Zinsergebnis hat erneut massgeblich zum Jahresergebnis beigetragen. Bernard Kobler zeigte sich sehr zufrieden: "Wir konnten den Zinsertrag, der sich bereits auf hohem Niveau befindet, nochmals steigern – um 5.9 Millionen Franken (plus 1.8 %) auf 325.8 Millionen Franken."

Die Unsicherheiten an den Finanzmärkten und die damit verbundene Zurückhaltung der Kundinnen und Kunden wirkten sich auf die Erträge aus: Der Kommissionserfolg sank im Vergleich zum Vorjahr um 13.3 Millionen Franken (minus 14.0 %) auf 81.7 Millionen Franken – dies auch aufgrund der abgebauten Kundenvolumina im grenzüberschreitenden Geschäft. Im Handelsgeschäft verzeichnete die LUKB ein gutes 2. Halbjahr, das aber den Ertragsrückgang des 1. Halbjahres 2011 nicht mehr ganz kompensieren konnte. 2011 resultierte ein Handelsertrag von 26.2 Millionen Franken (minus 0.8 Millionen Franken bzw. minus 3.1 %).

Kosten nehmen weiter ab

Obwohl das Geschäftsvolumen der LUKB stetig steigt, konnte die LUKB dank erfolgreichem Kostenmanagement den Geschäftsaufwand weiter senken. 2011 nahm dieser Wert gegenüber dem Vorjahr um 5.1 % auf 206.2 Millionen Franken ab. Sowohl der Personalaufwand (minus 5.9 % auf 134.9 Millionen Franken) als auch der Sachaufwand (minus 4.3 % auf 65.3 Millionen Franken) wurden deutlich gesenkt. Per Ende 2011 betrug der Personalbestand im Konzern LUKB 943.7 Vollzeitstellen (2010: 974.1 Vollzeitstellen). Die Vereinfachung der Vertriebsstruktur im Private Banking (v.a. ausserkantonal) und die Effizienzsteigerungen in der Produktion zeigen sich in diesen Zahlen. Der gesunkene Sachaufwand ist vor allem eine Folge der tieferen IT-Kosten sowie des Abbaus von ausserkantonalen Standorten.

Bruttogewinn leicht höher als 2010

Der Bruttogewinn als Differenz zwischen dem operativen Ertrag und dem Geschäftsaufwand beträgt 235.6 Millionen Franken. Damit liegt er 1.3 % bzw. 3.1 Millionen Franken höher als 2010.

Risikosituation unverändert gut

Die Wertberichtigungen, Rückstellungen, Verluste liegen trotz konservativer Wertberichtigungspolitik mit 17.6 Millionen Franken weiterhin auf tiefem Niveau im historischen Vergleich. "Durch die konsequente Einhaltung unserer auf Nachhaltigkeit und Sicherheit bedachten Kreditpolitik ist die Qualität unseres Kreditportfeuilles auch in diesem schwierigen Marktumfeld sehr gut geblieben", begründete CFO Marcel Hurschler die aktuelle Risikosituation. "An unserer Kreditpolitik werden wir festhalten. Wir können aber nicht ausschliessen, dass die aktuelle Wirtschaftssituation mittelfristig auch Auswirkungen auf die Rückstellungen der LUKB haben wird", fügte er weiter an.

Unternehmensgewinn nach Steuern: noch höher als 2010

Der Unternehmensgewinn nach Steuern beträgt 173.6 Millionen Franken und liegt damit 4.2 Millionen Franken bzw. 2.5 % über dem starken Vorjahresergebnis. Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, hat die LUKB die Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken erneut um 5 Millionen Franken reduziert. Dadurch stieg der Konzerngewinn um 9.2 Millionen Franken bzw. 6.2 % auf 158.6 Millionen Franken.

2.0 Milliarden Franken Eigenkapital

Die LUKB hat die Eigenkapitalbasis im Jahr 2011 weiter gestärkt. Dank des erwirtschafteten Gewinns sowie als Folge der Veräusserung von eigenen Beteiligungstiteln ist 2011 das Eigenkapital vor Gewinnverwendung erstmals auf 2.0 Milliarden Franken angestiegen. Bei den Kundenausleihungen hat die LUKB gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 1.188 Milliarden Franken (plus 5.7 %) auf 21.870 Milliarden Franken erzielt. Dieses Wachstum ist zustande gekommen durch die Vergabe von Hypotheken, die Belehnung anderer Sicherheiten (z.B. Lombard) sowie durch Kreditgeschäfte mit ausgewählten Unternehmen in der übrigen Deutschschweiz. Unveränderter Schwerpunkt der Ausleihungen bilden Wohnbaufinanzierungen, wobei sich 80.1 % der belehnten Objekte im Kanton Luzern befinden. Die LUKB bleibt weiterhin die unangefochtene Marktführerin im eigenen Kanton.

382 Millionen Franken Nettoneugeld

Per Ende 2011 verwaltete die LUKB ein Kundenvermögen von 25.1 Milliarden Franken (minus 0.4 %). Das schwache Börsenjahr und die damit verbundene negative Performance beim Kundenvermögen vermochte die LUKB mit einem Nettoneugeldzufluss von 382 Millionen Franken nur teilweise zu kompensieren. In diesem Nettoneugeldzufluss sind die Ende 2010 angekündigten Saldierungen von Positionen in der Höhe von 323 Millionen, die vor allem im Zusammenhang mit der Integration der Adler Privatbank in die LUKB stehen, bereits abgezogen.

Wiederum Dividende von 11 Franken geplant

Mark Bachmann, Präsident des Verwaltungsrates, kündigte an, dass die LUKB weiterhin ihre Aktionärinnen und Aktionäre an rund 50 % des Gewinns teilhaben lassen will: "Das erfreuliche Jahresergebnis ermöglicht es uns, der Generalversammlung vom 23. Mai 2012 wie im Vorjahr eine Dividende von 11 Franken brutto pro Aktie zu beantragen. Damit schütten wir 53.1 % des Unternehmensgewinns an unsere Aktionärinnen und Aktionäre aus. Dass das Vertrauen der Aktionärinnen und Aktionäre in die solide, zuverlässige LUKB-Strategie unverändert hoch ist, zeigt sich bei der Entwicklung des Aktionariats: "2011 hat sich das LUKB-Aktionariat um beinahe 3'200 Personen vergrössert, womit wir demnächst 31'000 Miteigentümerinnen und Miteigentümer haben werden", freute sich Mark Bachmann.

Über 70 Millionen Franken für den Kanton Luzern

Von der Ausschüttungspolitik profitiert auch der Kanton Luzern erneut stark. Als Mehrheitsaktionär der LUKB erhält er aufgrund der vorgeschlagenen Gewinnverwendung (ca. 57.5 Millionen Franken), den Kantonssteuern (ca. 8.1 Millionen Franken) und der Abgeltung Staatsgarantie (6.1 Millionen Franken) wie in den vergangenen Jahren über 70 Millionen Franken. Ebenfalls zu erwähnen sind die Steuern an die Gemeinden im Kanton Luzern in der Höhe von über 10 Millionen Franken sowie die Tatsache, dass der grösste Teil der von der Luzerner Kantonalbank ausbezahlten Lohnsumme im Kanton Luzern als Einkommen von Privatpersonen versteuert wird.

LUKB engagiert sich persönlich

Als eines der grösseren Unternehmen im Wirtschaftsraum Luzern leistet die LUKB nicht nur einen wesentlichen finanziellen Beitrag, sondern engagiert sich bereits seit vielen Jahren in ganz unterschiedlicher Form für die Region. Sei dies beispielsweise als attraktiver Arbeitgeber oder als Förderer diverser regionaler Projekte, Veranstaltungen oder Organisationen. Doch damit nicht genug: Im Jahr 2012 ermuntert die LUKB ihre Mitarbeitenden, einen zusätzlichen persönlichen Beitrag in der Region zu leisten. Die LUKB stellt allen Mitarbeitenden zwei Arbeitstage zur Verfügung, die mindestens drei Tage freiwillig für ein gemeinnütziges Projekt arbeiten und dafür selber mindestens einen Ferientag einsetzen. CEO Bernard Kobler ist dieses LUKB-Engagement persönlich sehr wichtig: "Natürlich werde auch ich mich engagieren und ebenfalls einen Freiwilligeneinsatz für unsere Region leisten."

Ergebnis 2012 auf Vorjahreshöhe

Das wirtschaftliche Umfeld bleibt 2012 weiterhin sehr herausfordernd. Die LUKB geht davon aus, dass es für sie ein noch anspruchsvolleres Geschäftsjahr werden wird als 2011. Dennoch zeigt sich Bernard Kobler zuversichtlich, dass sich die solide Geschäftspolitik der LUKB auch im aktuellen Jahr bewähren wird. "Wir erwarten, dass wir 2012 ein Ergebnis in der Grössenordnung von 2011 erzielen werden."

Kennzahlen Jahresergebnis 2011 Konzern LUKB

Erfolgsrechnung Mio. CHF
+/- Vorjahr
Bruttoerfolg 441.9 - 1.8 %
- davon Zinserfolg 325.8 + 1.8 %
- davon Kommissionserfolg 81.7 - 14.0 %
- davon Handelserfolg 26.2 - 3.1 %
Geschäftsaufwand 206.2 - 5.1 %
Bruttogewinn 235.6 + 1.3 %
Unternehmensgewinn nach Steuern 173.6 + 2.5 %
Konzerngewinn 158.6 + 6.2 %

 

Volumina** Mio. CHF +/- absolut +/- in %
Kundenausleihungen 21'870 + 1'188 + 5.7 %
- davon Hypotheken 17'991 + 954 + 5.6 %
Eigenkapital vor Gewinnverwendung 2'004 + 89 + 4.7 %
Verwaltete Kundenvermögen exkl. Doppelzählungen 25'130 - 110 - 0.4 %
Personalbestnad (Vollzeitstellen) 944 - 30 - 3.1 %

CEO Bernard Kobler kommentiert das Jahresergebnis 2011

Detaillierten Zahlen 2011 zu Konzern und Stammhaus LUKB

Kennzahlen Konzern 2011

Kennzahlen Stammhaus 2011

Aktionärsbrief vom 31.01.2012