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Erfahrungen mit dem Jugendlohn

Im Sommer 2015 berichteten Nicole Schmid und ihr Sohn Kilian, damals 15 Jahre alt, über ihre ersten Erfahrungen mit dem Jugendlohn.

Höchste Zeit nachzufragen, wie sich der Jugendlohn für Familie Schmid bewährt hat und welche Lehren aus der Einführung gezogen werden konnten.

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«Die guten Erfahrungen sprechen für sich. Natürlich gab es Herausforderungen, aber daraus haben wir Lehren gezogen».

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Obwohl es manchmal anstrengend war, die 440 Franken Jugendlohn über einen ganzen Monat zu verteilen und nach Möglichkeit noch etwas auf die Seite zu legen, hat Kilian über die Jahre viel über den Umgang mit Geld gelernt. 

«Neben all der Flexibilität und Selbständigkeit gab es natürlich auch Hürden zu meistern», sagt Kilian Schmid. 

«Anfänglich gab es Schwierigkeiten mit der Einteilung. Kilian merkte aber bald, dass es unangenehm ist, bei den Eltern um Nachschub zu bitten, wenn das Geld nicht bis zum Monatsende reicht», ergänzt seine Mutter. 

Jugendliche lernen also, ihre finanziellen Mittel einzuteilen. Eine wertvolle Lektion für die Zukunft. 

«Nach der Lehre ist Kilian in den Berufsalltag gestartet. Die Erfahrungen mit dem Jugendlohn helfen ihm nun dabei, seinen Lohn verantwortungsvoll auszugeben oder eben zu sparen.» Für Mutter Nicole überwiegen die positiven Erfahrungen. Diese bestärkten sie in der Entscheidung, den Jugendlohn auch für ihre Tochter Sarah einzuführen. «Gerade die Bestimmung der Höhe des Jugendlohns ist beim zweiten
Mal viel einfacher.»

Charaktersache

Vorausschauend ist Nicole Schmid überzeugt, dass ihre Tochter Sarah anders mit dem Jugendlohn umgehen wird. «Sarah ist sparsamer als Kilian», sagt die zweifache Mutter. Sie hält den Charakter für die wichtigste Grösse beim Umgang von Kindern mit dem eigenen Geld. «Wer etwas weniger vorsichtig und verschwenderisch ist, hat auch mit dem zur Verfügung stehenden Fixbetrag länger Mühe.» Doch genau deshalb hält Nicole Schmid den Jugendlohn bis heute für eine gute Sache. «Es ist doch besser, wenn Jugendliche im geordneten Umfeld lernen, mit ihren Finanzen umzugehen. So sind sie gut vorbereitet, wenn sie später eigenes Geld verdienen.» Für Familie Schmid ist der Jugendlohn also eine Erfolgsgeschichte. Auch deshalb rät Nicole Schmid Familien, die Option zu prüfen und mit ihren Kindern zu besprechen.