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Früh- und Teilpensionierung

Was Sie schon heute für morgen erledigen können

Ihre Pläne-Vorsorge treffen-Früh-und Teilpensionierung-Frage

Was kann ich heute schon für eine Früh- und Teilpensionierung tun?

Ich bin 55 Jahre alt, verheiratet (Frau nicht erwerbstätig, Kinder aus dem Haus) und verdiene als Angestellter rund 150'000 Franken brutto im Jahr. Ich möchte nicht bis 65 arbeiten, sondern mich ab 62 früh- oder teilpensionieren lassen.

Was bedeutet das für meine Vorsorge? Was kann ich heute schon tun?

Susanne Ziegler

Ihre Pläne-Vorsorge treffen-Früh-und Teilpensionierung-Antwort

Andreas Büchi, Experte für Finanzplanung, kennt die Antwort und gibt gerne Auskunft.

Kurzantwort

Die Pensionierung, bzw. die Frühpensionierung ist im Reglement Ihrer Vorsorgeeinrichtung geregelt. Insbesondere bei Frühpensionierung und bei Wunsch nach Kapitalbezug sind bestimmte Bedingungen zu beachten. Freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse sind steuermässig attraktiv und können die Lücke schliessen, wenn man sich früh genug darauf vorbereitet.

Hintergrundinformationen

Eine Früh- oder Teilpensionierung hat grundsätzlich eine negative Wirkung auf die Höhe des Vorsorgekapitals bzw. auf die Rentenhöhe. 

Das ordentliche Pensionierungsalter ist gesetzlich festgelegt. Die einzelnen Pensionskassen dürfen davon abweichend eine Früh- oder eine Teilpensionierung vorsehen, aktuell frühestens ab Alter 58. Bei der AHV ist dagegen zur Zeit nur eine Frühpensionierung um ein oder zwei Jahre möglich. Mit der geplanten Reform Altersvorsorge 2020 soll das Referenzalter identisch ausgestaltet werden, das heisst sowohl bei AHV als auch bei Pensionskassen Frühpensionierung ab Alter 62 und Pensionierung spätestens mit 70 Jahren. 

Mit einer Früh- oder Teilpensionierung ist in jedem Fall ein tieferer Umwandlungssatz verbunden, sprich eine Reduktion der Altersrente, weil mit dem angesparten Kapital mehr Rentenjahre zu finanzieren sind. Zudem fallen bei einer Frühpensionierung auch die Sparbeiträge für die Jahre bis zum gesetzlichen Pensionsalter weg (gemäss Gesetz 18% des versicherten Lohns pro Jahr). Das bedeutet, dass auch das angesparte Kapital kleiner ist als bei einer ordentlichen Pensionierung. Zusätzlich müssen Sie als Frührentner bis zum Erreichen des offiziellen Pensionsalters ebenfalls noch AHV-Beiträge bezahlen. 

Bei einer Teilpensionierung fällt die Renteneinbusse natürlich kleiner aus: Einerseits können Sie weitere Beiträge in die PK einzahlen, anderseits wird der tiefere Umwandlungssatz nur auf demjenigen Teil des Altersguthaben angewendet, den Sie im voraus beziehen. Die Teilpensionierung muss mit einer entsprechenden Reduktion des Beschäftigungsgrades und des Grundgehaltes einhergehen. Es sind in der Praxis (oder je nach Reglement) maximal drei Schritte von mindestens 20 oder 25 % erlaubt, wobei der dritte Reduktionsschritt stets zur vollständigen Pensionierung führen muss. Zwischen zwei Pensionierungsschritten muss eine Zeitspanne von mindestens einem Jahr liegen. 

Ich empfehle Ihnen, die entsprechenden Berechnungen bei Ihrer Pensionskasse einzuholen, damit Sie sich bereits heute ein Bild über die Einbussen bei einer Früh- oder Teilpensionierung machen können. 

Mit jährlichen freiwilligen Einmaleinlagen in die Pensionskasse können Sie sofort beginnen, um die erwähnte Lücke zu schliessen. Dies bietet Ihnen ausserdem steuerliche Vorteile. Beachten Sie aber, dass Sie in den letzten drei Jahren vor der Pensionierung keine Einkäufe mehr tätigen dürfen, wenn sie das Kapital statt Rente beziehen wollen. Es lohnt sich also, frühzeitig mit der Planung einer Früh- oder Teilpensionierung zu beginnen. 

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