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Halbjahresergebnis 2020

– Die LUKB hat im ersten Semester 2020 einen Konzerngewinn von 103.5 Millionen Franken erwirtschaftet. Für das laufende Jahr prognostiziert die LUKB einen Konzerngewinn im obersten Bereich der ausgewiesenen Gewinnzahlen 2016 bis 2019 (Bandbreite: 187 bis 205 Millionen Franken) und ist zuversichtlich, bis Ende Jahr alle quantitativen Ziele der aktuellen Strategieperiode 2016 bis 2020 zu erreichen.

«Es war für die LUKB ein sehr ungewöhnliches, turbulentes – teilweise gar surreal anmutendes – erstes Halbjahr 2020», kommentierte Daniel Salzmann, CEO der LUKB, das von der Corona-Pandemie geprägte erste Semester 2020 und führte weiter aus: «Wie andere Banken, standen auch wir vor neuen Herausforderungen, die es in kürzester Zeit zu meistern galt. Dank unserem gut aufgestellten Geschäftsmodell, rasch ergriffenen organisatorischen Massnahmen und schnell entwickelten Schutzkonzepten war die LUKB jederzeit in der Lage, den Bankbetrieb während des Lockdowns und danach aufrechtzuerhalten und eine aktive Rolle in der Krisenbewältigung einzunehmen. Für uns war wichtig, mit unseren Kundinnen und Kunden im Kontakt bleiben. Dabei haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen hervorragenden Job gemacht – auch von zu Hause aus mit einer teilweisen Home-Office-Quote von bis zu 45 Prozent.»

Sofortige Bereitstellung von Krediten an von COVID betroffene Unternehmen

Bereits vor dem COVID-19-Kreditprogramm des Bundes hat die LUKB 50 Millionen Franken Kredite als Soforthilfe für betroffene KMU-Kunden bereitgestellt und den Kreditbetrag wegen der hohen Nachfrage auf 100 Millionen Franken erhöht. Diese Kreditlimite war schnell vollständig ausgeschöpft. Im Rahmen des Kreditprogramms des Bundes gewährte die LUKB bis Ende Juli 2020 total 1'738 Kredite von insgesamt 248.1 Millionen Franken an KMU, Unternehmen und Start-Ups. Ausserdem spendete die LUKB 30’000 Franken an Luzerner Hilfsorganisationen und erleichterte für Betroffene der Corona-Pandemie den Zugang zu Crowdsupporting über die Plattform «funders.ch».

Geschäftsertrag um 2.8% gesteigert

Die LUKB verbesserte den Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vergleichswert von Mitte 2019 um 2.6% auf 178.9 Millionen Franken. Massgeblich dazu beigetragen hat der Erfolg aus dem Tresorerie- und Absicherungsgeschäft (Asset Liability Management, ALM). CFO Marcel Hurschler zeigte sich vorsichtig: «Mit Blick auf die sich eintrübende Konjunktur haben wir die Wertberichtigungen für Kreditrisiken auf 6.8 Millionen Franken erhöht (Mitte Jahr 2019: 1.2 Millionen Franken). Im historischen Vergleich ist diese Wertberichtigung immer noch sehr tief und widerspiegelt die ausgezeichnete Qualität unseres Kreditportfolios.»

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg dank deutlich höheren Erträgen aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft um 5.5.% auf 51.5 Millionen Franken. Treiber waren die durch die Corona-Pandemie ausgelösten, markant höheren Transaktionsvolumen auf Kundenseite wie auch der Erfolg mit den eigenen Strukturierten Produkten. Letztere setzt die LUKB zurzeit zu über 90% ausserhalb des eigentlichen LUKB-Kundenkreises ab. Seit Markteintritt im September 2018 hat die LUKB eigene Strukturierte Produkte im Umfang von über einer Milliarde Franken emittiert, was den CEO Daniel Salzmann freut: «Dieser Erfolg, und dass unser Team «Strukturierte Produkte» nach nur knapp zwei Jahren seit der Lancierung bereits die Auszeichnung des Swiss Derivative Award in der Kategorie «Top Service» entgegennehmen durfte, motivieren uns zu weiteren Top-Leistungen.»

Der Übrige ordentliche Erfolg wurde im März 2020 stark durch Buchverluste belastet. Im zweiten Quartal 2020 konnte die LUKB den im Vorquartal eingefahrenen Verlust von minus 10.9 Millionen Franken vollumfänglich kompensieren, so dass der kumulierte Erfolg Mitte Jahr 2020 wieder im Plus bei 460'000 Franken lag. In der Summe resultiert nach dem 1. Semester 2020 ein Geschäftsertrag von 255.2 Millionen Franken (plus 2.8%).

Kostenentwicklung unter Kontrolle

Der Personalaufwand lag nach dem 1. Semester 2020 mit 86.2 Millionen Franken über dem Wert von Mitte 2019 (plus 8.0%). Grund waren der im Vergleich zur Vorjahresperiode rund 1.5% höhere durchschnittliche Personalbestand und die coronabedingt höheren Ferien- und Überzeitabgrenzungen. Der Sachaufwand exkl. Abgeltung für die Staatsgarantie betrug per Mitte Jahr 2020 34.9 Millionen Franken und war damit praktisch gleich hoch wie in der Vergleichsperiode 2019. Für das 1. Semester 2020 verzeichnet die LUKB einen Geschäftsaufwand von 125.0 Millionen Franken (plus 5.3%). Wiederum verzichtete die Bank auf die Bildung oder Auflösung von zweckbestimmten Reserven für allgemeine Bankrisiken.

Konzerngewinn gesteigert

Der Konzerngewinn beträgt nach den ersten sechs Monaten 2020 103.5 Millionen Franken. Das entspricht einer Verbesserung von rund 3 Millionen Franken (plus 3.0%) gegenüber dem Vergleichswert Mitte 2019. Daniel Salzmann zeigt sich mit dem erreichten Resultat zufrieden: «Unser gut aufgestelltes Geschäftsmodell hat sich auch im Umfeld der Corona-Pandemie bewährt. Wir hatten im ersten Semester 2020 die Kosten im Griff, konnten unsere Marktposition erneut ausbauen und unsere Ertragskraft stärken». In diesem Kontext betont Daniel Salzmann die Cost-Income-Ratio als wichtiger Gradmesser für die betriebliche Effizienz: «Mitte 2020 lag der Geschäftsaufwand pro Franken Bruttoerfolg bei 47.7%. Damit erfüllen wir unsere eigene strategische Zielgrösse von maximal 50% und gehören weiterhin zu den effizientesten Schweizer Banken.»

Kundenausleihungen mit unterschiedlichen Wachstumsfaktoren

Die LUKB wuchs bei den Kundenausleihungen per 30. Juni 2020 nach Verrechnung mit den Wertberichtigungen um 1.451 Milliarden Franken auf 34.135 Milliarden Franken (plus 4.4%). 64.2% dieses Wachstums fallen auf gut besicherte Hypothekarforderungen mit zwei wesentlichen Treibern: Die Ausleihungen an Immobiliengesellschaften, die dem KAG unterstellt bzw. kotiert sind, machten 56% des ausgewiesenen Hypothekarwachstums aus. Das ordentliche Hypothekargeschäft trug mit einem Anteil von 44% bei.
Die COVID-19-Kredite von total 242 Millionen sind in der Position «Forderungen gegenüber Kunden» verbucht und trugen mit 16.7% zum Wachstum der Kundenausleihungen bei.

Kundenvermögen weiterhin über 30-Milliarden

«Die Corona-Pandemie hat die Negativzinsen thematisch in den Hintergrund gedrängt. Diese sind aber für uns als Bank unverändert eine zentrale Herausforderung», betonte CFO Marcel Hurschler und erläutert die Neugeld-Akquisition der LUKB: «Wir streben primär Wertschriftenvermögen und nicht den Zufluss von Passivgeldern an. Wir steuern die Passivbestände unserer Kunden, indem wir die Höhe der eingebrachten Kundeneinlagen limitieren, mit Zusatzgeschäften kombinieren und/oder hohe Passivbestände mit Negativzinsen belegen. All dies erfolgt individuell, indem wir die gesamte Kundenbeziehung würdigen.»
Per 30. Juni 2020 verwaltete die LUKB Kundenvermögen von 30.977 Milliarden Franken (exkl. Doppelzählungen); ein praktisch identischer Stand gegenüber Ende 2019.

Demografie bietet Wachstumschancen

Die LUKB will in ihrem Kerngeschäft wachsen mit dem Ziel, die Abhängigkeit vom Zinsengeschäft zu reduzieren und die Ertragsbasis zu verbreitern. Eine Chance sieht CEO Daniel Salzmann in der demografischen Entwicklung: «Die Babyboomer-Generation erreicht bald das Pensionierungsalter. Wir spüren dies an einer grösseren Nachfrage nach Beratungen für Finanzplanung, Vorsorge und Erbschaft. Deshalb haben wir unser entsprechendes Angebot für Privatpersonen und Unternehmen ausgebaut. Dasselbe gilt für die Beratung bei Generationen- und Besitzerwechsel bei KMU.»

SARON®-Hypothek ersetzt bisherige LIBOR-basierte Rollover-Hypothek

Mitte Mai 2020 hat die LUKB als eine der ersten Schweizer Banken ein geldmarktbasiertes Hypothekarprodukt mit dem SARON® als Referenzzinssatz auf den Markt gebracht. Dieses Produkt löst die LIBOR-basierte Rollover-Hypothek ab und verzeichnete eine wachsende Nachfrage.

Effizienzgewinn durch Transformation

Im Rahmen der strategischen Stossrichtung «Transformation» will die LUKB kurz- und mittelfristig Effizienzsteigerungen erzielen sowie mit digitalen Lösungen den Komfort und den Funktionsumfang für Kundinnen und Kunden erhöhen. CEO Daniel Salzmann meint dazu: «Wir investieren und entwickeln fortlaufend: So hat sich die sichere E-Banking-Anmeldung über die LUKB-Key-App etabliert. Per Ende Juli haben bereits über 80'000 Kundinnen und Kunden unsere E-Banking-App runtergeladen. Wir verzeichnen einen steten Anstieg von Nutzern, die ihre Bankgeschäfte mit unserer E-Banking-App erledigen.»

Investitionen in das Geschäftsstellen-Netz der LUKB

Investitionen tätigt die LUKB auch in ihre Filialen, welche aktuell mit Fokus auf die Kundenberatung neu konzipiert und umgebaut werden. Bereits neu sind die Geschäftsstellen in Schüpfheim, Sempach, Hochdorf und Reiden. Aktuell im Umbau sind die Filialen Luzern-Löwenplatz und Kriens. Ein Neubau entsteht in Sursee in der Überbauung «Dreiklang», wo ab 2022 die beiden heutigen Standorte in der Surseer Oberstadt und im Einkaufscenter Surseepark zusammengelegt werden. Die Umbauten der Geschäftsstellen sollten bis 2023 abgeschlossen sein.

Ausblick auf den Abschluss der Strategie «2020@LUKB»

Die zweite Jahreshälfte 2020 wird gemäss CEO Salzmann ebenfalls intensiv ausfallen: «Die LUKB arbeitet aktuell konzentriert an der Strategie für die Jahre 2021 bis 2025. Auch in der nächsten Strategieperiode werden Kundennähe, die Negativzinsen, das Wachstum inkl. der Verbreiterung unserer Ertragsbasis, die digitale Transformation sowie die eigene betriebliche Fitness weiterhin zentrale Themen sein». Im Detail wird die Bank gegen Ende Jahr orientieren. Mit Blick auf die Zielerreichung der aktuellen Strategie 2020@LUKB zeigt sich Daniel Salzmann zuversichtlich: «Wir sind auf bestem Weg dazu, alle unsere quantitativen Ziele der laufenden Strategieperiode bis Ende 2020 zu erreichen. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen und der zwischenzeitlich erfolgten Markterholung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass unser Konzerngewinn 2020 dank zahlreicher Aktivitäten im obersten Bereich der ausgewiesenen Gewinnzahlen von 2016 bis 2019 liegen wird (Bandbreite: 187 bis 205 Millionen Franken).»

Halbjahresabschluss Konzern LUKB

Erfolgsrechnung (in Mio. Franken) 1. HJ 2020 1. HJ 2019 +/- in %    
Nettoerfolg Zinsengeschäft 178.9 174.5 +2.6%    
Kommissionserfolg 51.5 48.8 +5.5%    
Handelserfolg 24.3 14.1 +71.9%    
Geschäftsaufwand 125.0 118.6 +5.3%    
Geschäftserfolg 116.7 117.3 -0.5%    
Konzerngewinn 103.5 100.5 +3.0%    

 

Volumina (in Mio. Franken) 30.06.2020 31.12.2019 +/- in %
Kundenausleihungen 34'134.9 32'684.0 +4.4%
- davon Hypotheken 29'806.2 28'874.0 +3.2%

Eigenkapital vor Gewinnverwendung
(vor Gewinnverwendung inkl. zweckbestimmte Reserven für allg. Bankrisiken)

2'975.7 2'865.5 +3.8%
Verwaltete Kundenvermögen
exkl. Doppelzählungen
30'976.7 30'987.5 -0.3%

 

Strategische Kennzahlen

Periode
2016 - 30.06.2020

Periode
2016 - 2020

Unternehmensgewinn nach Steuern kumuliert 893.9 Mio. CHF 950 Mio. CHF

Cost-Income-Ratio I
(Geschäftsaufwand / [Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft ./. Veränderung Wertberichtigungen und Verluste Zinsengeschäft + Kommissions- + Handels- + übriger ordentlicher Erfolg])

47.7% unter 50%
Gesamtkapitalratio der risikogewichteten Aktiven
- davon CET1-Quote

16.1%
12.6%

14 - 18%
mind. 12%
Leverage Ratio 7.8% n.a.
Ausschüttungs-Quote (Payout-Ratio) 51.2% 50 - 60%

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