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Luzerner Immobilienmarkt 2021

Ungebremst starke Nachfrage nach Eigentum, anhaltender Preisdruck bei Mietwohnungen

– Die Corona-Pandemie hat den Stellenwert der eigenen vier Wände bei der Schweizer Bevölkerung erhöht. Ländliche Gegenden sind beim Eigentumserwerb verstärkt gefragt. Das anhaltend tiefe Zinsniveau befeuert den Wunsch nach Wohneigentum und lässt die Kaufpreise weiter steigen. Umgekehrt ist es bei den Renditeliegenschaften: Bei den mehr als genügend Mietwohnungen geraten die Mieten unter Druck. Diese unterschiedlichen Entwicklungen erläutert die LUKB in Zusammenarbeit mit Wüest Partner AG in der jährlich erscheinenden Studie «Luzerner Immobilienmarkt».

Eigentumswohnungen – Preise in ländlichen Gebieten legen zu

Mit der Corona-Pandemie wächst das Bedürfnis nach einem schönen Zuhause. Eng damit verbunden ist der Wunsch nach Wohneigentum. «Im dritten Quartal 2020 wechselte im Kanton Luzern eine durchschnittliche Eigentumswohnung den Besitzer zu einem 4.3% teureren Verkaufspreis als im Vorjahr. Noch stärker stiegen die Preise im Seetal und Willisau mit plus 5% innerhalb eines Jahres (Schweizer Durchschnitt: 3.1%)», erklärt Patrick Schnorf, Leiter Marktresearch und Partner bei Wüest Partner AG, und ergänzt: «Wir stellen eine generell höhere Zahlungsbereitschaft fest. Natürlich bestehen regionale Unterschiede». Ursachen dieser Preissteigerungen sieht Schnorf in den noch erschwinglichen Preisen in ländlichen Gegenden und der wachsendenden Akzeptanz des Homeoffice respektive dem Wegfall von Pendelstrecken. Patrick Schnorf resümiert: «Weil die Neubautätigkeit fast überall im Kanton Luzern unter dem langfristigen Trend liegt, kann die starke Nachfrage nach Eigentumswohnungen in absehbarer Zeit nicht gedeckt werden. Das treibt die Preise weiter in die Höhe».

Einfamilienhäuser – knappes Angebot treibt Preise in Rekordhöhen

Markante Preiserhöhungen zeigen sich auch bei den Einfamilienhäusern: «Im dritten Quartal 2020 lag der Kaufpreis für ein Standardeinfamilienhaus um durchschnittlich 7.6% über dem Vorjahreswert. Das ist der stärkste Preisanstieg innerhalb von zehn Jahren», berichtet Patrick Schnorf. Den grössten Wertzuwachs mit fast 10% stellt die Studie bei Einfamilienhäusern in der Luzerner Agglomeration fest, gefolgt von der Stadt Luzern und den umliegenden Seegemeinden. Aus denselben Gründen wie bei den Eigentumswohnungen stieg im vergangenen Jahr auch die Attraktivität von Einfamilienhäusern in ländlichen Regionen. Auf der Angebotsseite beschreibt Patrick Schnorf das historisch dünnste Angebot: «Im dritten Quartal 2020 standen im Kanton Luzern nur noch 1.3% des Einfamilienhausbestandes zum Verkauf». Der Negativrekord hinterlässt Spuren in den Anzahl Suchabos pro Verkauf: Schweizweit interessieren sich durchschnittlich drei Käufer pro Einfamilienhaus, im Kanton Luzern sind es zehn Kaufinteressenten. Allgemein sind die Baubewilligungen für Einfamilienhäuser rückläufig. Der Anteil an Ersatzbauprojekten steigt. Patrick Schnorf antizipiert deshalb weitere Preissteigerungen: «Wenn die Käuferschaft die steigenden Verkaufspreise tragen kann, dürfen sich Einfamilienhäuser bei reger Nachfrage weiterhin gut vermarkten lassen».

Mietwohnungen – Mieten geraten längerfristig unter Druck

Eine entgegengesetzte Entwicklung zeigt sich bei den Mietwohnungen respektive Renditeliegenschaften: Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist konstant. Patrick Schnorf erklärt, warum Mieter bei der Wohnungssuche mit grosser Wahrscheinlichkeit eine passende Wohnung finden: «Fast im ganzen Kanton gibt es mehr als genügend Wohnungen. Dieses Überangebot erzeugt  Druck auf die Mieten. Im dritten Quartal 2020 lagen die Mietzinsen im Kanton Luzern um 4% unter dem Vorjahresniveau. Im landesweiten Durchschnitt betrug der Rückgang nur 1.8%». Unverändert ist das Anlageinteresse in Renditeliegenschaften und damit verbunden die Investitionsbereitschaft. Im Jahr 2021 werden im Raum Luzern und in den Agglomerationsgemeinden 1'700 baubewilligte Wohnungen auf den Markt kommen. Die aktuelle Neubautätigkeit bietet kurzfristig noch eine grosse Auswahl an Luzerner Mietwohnungen mit leicht fallenden Mietzinsen. Längerfristig verliert die Bautätigkeit im Kanton Luzern an Tempo. So lagen die Baugesuche im 3. Quartal 2020 bereits 36% unter den Gesuchen von 2019. 

Luzerner Seetal – beschränkte Baulandreserven treffen auf stabile Nachfrage

Eine dynamische Entwicklung sowie eine stabile Nachfrage prägen den Wohnungsmarkt im ländlich geprägten Luzerner Seetal. Michel Amberg, Immobilienexperte der LUKB, weist in seiner Studie zum Seetal auf einige Besonderheiten hin: «Das Seetal hat gemäss Bauzonenstatistik des Bundesamts für Raumentwicklung nur rund 7.6% unbebaute Wohnzonen. Der Schweizer Durchschnitt liegt bei 14.4%. Vier Seetaler Gemeinden (Aesch, Altwis, Ermensee und Hitzkirch) sind von der Rückzonungsstrategie des Kantons Luzern betroffen. Ausserdem führte die starke Bautätigkeit in den letzten Jahren zu einer merklichen Reduktion der vorhandenen Baulandreserven. Auffällig ist auch die hohe Wohneigentumsquote von über 50%». Michel Amberg geht davon aus, dass Wohnungsangebote im Seetal dank der guten Erreichbarkeit, der ländlichen Lage und der noch attraktiven Preisniveaus sowohl für Eigentum wie auch für Mieten künftig ohne Probleme ihre Abnehmer finden werden.

Zusatzinformationen



Luzerner Seetal: Wohnungen sind dank der guten Erreichbarkeit, der ländlichen Lage und der noch attraktiven Preisniveaus sowohl für Eigentum wie auch für Mieten gefragt.

Studie: «Luzerner Immobilienmarkt 2021»

Die LUKB und die Wüest Partner AG veröffentlichen gemeinsam die jährlich erscheinende Ausgabe «Luzerner Immobilienmarkt». Die Studie steht ab dem 8. Februar 2021 auf lukb.ch/immomarkt zum Download bereit.

Online-Webinar zur Studie

Fachexperten stellen im Webinar die Studie «Luzerner Immobilienmarkt 2021» vor und beantworten Fragen der Teilnehmer online. Das Webinar ist kostenlos und findet am 23. Februar 2021 von 16.00 bis 17.00 Uhr statt. Die Anmeldung erfolgt via lukb.ch/immomarkt.

Ansprechpersonen für Medienschaffende

Dr. Daniel von Arx
Leiter Kommunikation
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