Ratgeber-Ein Tag im Leben-Intro

Ein Tag im Leben eines Portfolio Managers

KURS 4, HERTENSTEIN AB 7.15 UHR, LUZERN AN 7.42 UHR

Mit dem Schiff zur Arbeit, für Daniel Hauser selbstverständlich. Auch die Lasagne verdi mit Tagessalat, sein Lieblingsgericht im Personalrestaurant. Meist einen Espresso dazu, ein Dessert lieber nicht. Das ist seit 1991 so. Damals fing Daniel Hauser als Portfolio Manager bei der LUKB an. Der Frühkurs , das Menü – es hat sich nichts verändert, und doch ist alles anders geworden, in den 28 Jahren seither.

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Ratgeber-Ein Tag im Leben-Text 1

Das Tempo zum Beispiel. Die Finanzmärkte entwickeln sich rasant, sind unberechenbarer geworden. Der elektronische Handel benötigt nur noch Sekundenbruchteile. Das Wachstum neuer Anlageinstrumente hält an. Devisen bleiben wichtig. Nicht-traditionelle Anlagen (Rohstoffe, Energie, Edelmetalle, Immobilien sowie strukturierte Produkte oder Themenfonds) haben an Bedeutung gewonnen. Chancen bieten Schwellenländer nach wie vor, aber auch Risiken. Nun gilt das selbst für gewisse Staatsanleihen.

Anlagestil

Die Zusammensetzung der Anlageprodukte in den Portfolios ist anders als vor 28 Jahren. Einzeltitel sind seltener geworden, neue Kollektivanlagen und Kollektivkonstrukte sind hin- zugekommen. So erlauben Fonds sowie ETFs (Exchange Traded Funds) eine breitere Diversifizierung der Portfolios. Damit lassen sich Anlagerisiken minimieren.

Interna

Daniel Hauser und seine Kollegen aus dem Portfolio Management der LUKB sind gefordert. Sie besprechen regelmässig Markt-, Titel-, Währungs- und Portfolio-Performance. Bei aussergewöhnlichen Marktsituationen wird täglich analysiert und entschieden. Sie gestalten die Anlagepolitik der LUKB, welche quartalsweise bzw. mit sechswöchentlichem Update erscheint, aktiv mit. Diese lässt sich auf der Website der LUKB abrufen oder via E-banking-Service abonnieren.

Kontrolle

Markant an Bedeutung gewonnen hat die Überwachung der Qualität von Anlageinstrumenten. Stichworte sind hier Rating, länderspezifische- oder Klumpenrisiken, Verschuldung, politische Entwicklungen sowie eine Vielzahl neuer vorgegebenen Richtlinien im Vermögensverwaltungsgeschäft. Kontrolliert wird streng und täglich mittels eines automatisierten Prozesses und archiviertem Protokoll. Periodisch erfolgen Kontrollen durch die interne Revisionsstelle sowie durch die externe Prüfgesellschaft. Alles muss transparent, rückverfolgbar und dokumentiert sein. Auch für den Portfolio Manager zieht das einen erhöhten administrativen Aufwand nach sich.

Standards

Alles anders? Einige Aufgaben sind unverändert geblieben: der Beizug zu Kundengesprächen, die Vorbereitung von Performance-Päsentationen sowie die Überwachung, ob vereinbarte Strategiewerte eingehalten sind. Ebenso beurteilen die Portfolio Manager weiterhin neue Produkte. Sie klären die Regelkonformität von Anlageinstrumenten im In- und Ausland ab. Vor allem aber setzen sie die taktischen Massnahmen (gemäss Anlagepolitik der LUKB) periodisch in jedem Kundenportfolio um.

Filter

Der elektronische Informationsfluss, reisst er Daniel Hauser mit? Ja, klar, aber nicht unkontrolliert: Relevante Nachrichten bekommt der Portfolio Manager bereits gefiltert auf seinen Bildschirm geliefert. Bloomberg, Reuters und Telekurs heissen die wichtigsten Anbieter von Neuigkeiten aus Wirtschaft und Politik. Eigene und spezielle Quellen kennt Daniel Hauser auch noch. Nur sogenannte Neuigkeiten aus der Gerüchteküche bleiben im Vermögensverwaltungsgeschäft ohne Bedeutung.

Ratgeber-Ein Tag im Leben-Zitat

Die heutigen Kunden sind besser unterrichtet und kritischer.
Daniel Hauser

Ratgeber-Ein Tag im Leben-Text 2

GIPS

Daniel Hauser gibt gerne einen Kommentar zu den heutigen Kunden ab. Sie sind anspruchsvoller als vor 28 Jahren, besser unterrichtet, kritischer. Auch weil die Banken transparenter informieren. Der Kunde will auf Augenhöhe beraten werden. Das fordert die Anlagespezialisten und die Bank gleichermassen. Drei Trümpfe hat die LUKB dabei in der Hand. Erstens lässt sie ihren Anlageprozess und die Präsentation der Resultate gemäss GIPS (Global Investment Performance Standards) prüfen. Nur wenige Schweizer Banken gewährleisten die Einhaltung dieser Standards im Private-Banking. GIPS erlaubt es Kunden, die Resultate vergleichbarer Strategien verschiedener Anbieter zu überprüfen. Zweiter Trumpf: Die LUKB hat ein eigenes, bestens ausgewiesenes Analysten-Team. Es ist für die Anlagepolitik der Bank verantwortlich. Dritter Trumpf: Die LUKB betreibt als einzige Bank in der Zentralschweiz ein eigenes Handelszentrum. Das bedeutet Nähe zu den Märkten und Handelspartner sowie schnelle Entscheide für Portfolio Manager wie für Privatkunden.

Psychologie

Als Hysterie will er es nicht bezeichnen, vielleicht eher als Herdenverhalten. Oder politisch korrekt als Psychologie der Anleger. Letztere selbst verhalten sich trendverstärkend, vor allem seit der Finanzkrise 2007. Das subjektive Empfinden entspricht meist nicht der objektiven Faktenlage. Darum kann sich eine einzige Nachricht schockartig auswirken. Dann ist der Portfolio Manager als Coach gefragt, sein Fingerspitzengefühl, seine Glaubwürdigkeit. Mit 28 Jahren Erfahrung bei der LUKB kann Daniel Hauser beruhigen. Er weiss, eine mittel- bis langfristig eingehaltene Strategie mit sinnvoller Diversifikation von Aktien, Obligationen und nicht traditionellen Anlagen bringt auf Dauer hervorragende Resultate.

Frühschiff

Wenn Daniel Hauser am Morgen wie vor 28 Jahren aufs Schiff geht, Kurs von Hertenstein bei Weggis Richtung Luzern nimmt, kein Mobiltelefon einschaltet, keine Zeitung liest und lieber über Wellen nachdenkt, wie hoch sie gehen können und wie ruhig der See doch heute morgen daliegt, dann hat sich seit damals nichts verändert. Aber alles ist anders geworden.