AIA — Automatischer Informationsaustausch

Mit Hilfe des neuen globalen Standards für den automatischen Informationsaustausch (AIA) soll die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung verhindert werden. Der Standard sieht vor, dass Staaten, die den AIA untereinander vereinbart haben, gegenseitig Informationen über Finanzkonten austauschen. Nebst der Schweiz haben sich fast 100 Staaten zur Übernahme dieses Standards bekannt.

Die Webseite stellt keine Steuerberatung dar. Bei weiteren Fragen und Unklarheiten konsultieren Sie bitte einen spezialisierten Steuerberater. 

Was ist der AIA?

Beim automatischen Informationsaustausch (AIA) handelt es sich um einen internationalen Meldestandard, der festlegt, wie die Steuerbehörden von teilnehmenden Staaten untereinander Informationen zu ausländischen Bankkonten und Depots von Steuerpflichtigen des jeweils anderen Partnerstaates austauschen. Der AIA-Standard wurde von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelt und herausgegeben.
Die Schweiz hat sich zur Umsetzung des AIA-Standard in Steuerfragen verpflichtet. Der AIA-Standard wird durch das per 1. Januar 2017 in Kraft tretende Bundesgesetz über den internationalen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen (AIA-Gesetz) umgesetzt.

Der AIA-Standard wird global eingeführt. Bereits haben sich mehr als 100 Länder zur Umsetzung dieses Standards verpflichtet, darunter auch die Schweiz. Als Schweizer Finanzinstitut ist die LUKB verpflichtet, bei all ihren Kundinnen und Kunden das aktuell gültige Steuerdomizil festzustellen. Ferner ist die LUKB verpflichtet, der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) jährlich Informationen zu den Konten von Kundinnen und Kunden mit ausländischem Steuerdomizil zu melden. Voraussetzung für eine Meldung ist ein AIA-Abkommen zwischen der Schweiz und dem betroffenen Partnerstaat.

Was sind die Auswirkungen des AIA für die Kunden der LUKB?

Seit der Einführung des AIA in der Schweiz am 1. Januar 2017 werden alle Kundinnen und Kunden bei einer Neueröffnung einer Geschäftsbeziehung oder bei einer Änderung der Gegebenheiten (z.B. bei einem länderübergreifenden Domizilwechsel) aufgefordert, ihr Steuerdomizil gegenüber der LUKB zu bestätigen. Die Bekanntgabe des Steuerdomizils erfolgt mittels einer vom Kunden auszufüllenden Selbstauskunft. 

Welche Kunden der LUKB sind vom AIA betroffen?

Vom AIA sind Kundinnen und Kunden betroffen, deren Steuerdomizil in einem Staat liegt, mit dem die Schweiz ein AIA-Abkommen abgeschlossen hat. Kundinnen und Kunden mit Steuerdomizil Schweiz müssen möglicherweise ihr Schweizer Steuerdomizil gegenüber der LUKB mittels Selbstauskunft bestätigen, sind vom AIA jedoch nicht betroffen.

Mit welchen Partnerstaaten hat die Schweiz ein AIA-Abkommen abgeschlossen?

Die Liste der Partnerstaaten, mit denen die Schweiz ein AIA-Abkommen abgeschlossen hat, wird vom Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) geführt und laufend aktualisiert.

Liste der Partnerstaaten

Welche Informationen werden zwischen den Partnerstaaten ausgetauscht? 

Im Fall einer Meldung werden den Steuerbehörden des Landes, in dem die Kundin oder Kunde sein Steuerdomizil hat, folgende Informationen zur Verfügung gestellt:

  • Daten zur eindeutigen Identifikation der meldepflichtigen Person (Name, Adresse, Steueridentifikationsnummer, Geburtsdatum usw.)
  • Finanzinformationen (Kontonummer, Gesamtsaldo oder -wert des Kontos per Ende eines Kalenderjahres, Gesamtbruttoertrag von Dividenden, Zinsen und übrigen Einkünften, Gesamtbruttoerlös aus der Veräusserung von Vermögenswerten)

Wo finden Sie weitere Informationen zum AIA?

Weiterführende Informationen zum AIA finden Sie auf folgenden Webseiten:

Staatsekretariats für internationale Finanzfragen (SIF)       
Schweizerische Bankiervereinigung (SwissBanking)
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)