Die Offenlegung von Beteiligungen

Die Offenlegung von Beteiligungen an börsenkotierten Schweizer Gesellschaften ist in Art. 20 Abs. 1 BEHG geregelt.

Die schon im neuen Aktienrecht verankerte Verpflichtung schweizerischer Gesellschaften zur Offenlegung der Besitzverhältnisse von börslich gehandelten Beteiligungspapieren wird durch den nachstehenden Artikel 20 (Abs. 1 + 2) des Börsengesetzes noch verstärkt:

Art. 20 BEHG

  1. Wer direkt, indirekt oder in gemeinsamer Absprache mit Dritten Aktien einer Gesellschaft mit Sitz in der Schweiz, deren Beteiligungspapiere mindestens teilweise in der Schweiz kotiert sind, für eigene Rechnung erwirbt oder veräussert und dadurch den Grenzwert von 5, 10, 20, 33 1/3, 50 oder 66 2/3% der Stimmrechte, ob ausübbar oder nicht, erreicht, unter- oder überschreitet, muss dies der Gesellschaft und den Börsen, an denen die Beteiligungspapiere kotiert sind, melden.   

  2. Die Umwandlung von Partizipations- oder Genussscheinen in Aktien und die Ausübung von Wandel- oder Erwerbsrechten sind einem Erwerb gleichgestellt.   

  3. Das Gesetz verpflichtet somit den Anleger, bei Erreichen der genannten Grenzwerte selbst aktiv zu werden.  

Die Besitzstrukturen von Schweizer Publikumsgesellschaften sind damit jederzeit bekannt.