«funders.ch» etabliert sich in der Zentralschweiz

Montag, 13. Februar 2017

Die Crowdfunding-Plattform «funders.ch» der LUKB gewinnt mit der Nidwaldner und Obwaldner Kantonalbank zwei Kooperationspartnerinnen in der Zentralschweiz und erweitert damit die Reichweite für Projektinitianten und potenzielle Finanzierer. Die LUKB steht darüber hinaus in Kooperationsverhandlungen mit weiteren Deutschschweizer Kantonalbanken.

Die LUKB hat die Crowdfunding-Plattform funders.ch im Juni 2016 auf den Markt gebracht. Die Plattform dient Projektinitianten (Starter) als virtueller Treffpunkt, um ihre Projekte potenziellen Geldgebern (Funder) bekannt zu machen und die Projektideen mit deren Unterstützung zu realisieren. Starter sind beispielsweise Erfinder, Start-Up-Firmen, KMU oder Vereine.

23 erfolgreiche Finanzierungen seit Juni 2016

Daniel Lütolf, Leiter Crowdfunding bei der LUKB, beurteilt die bisherige Entwicklung von «funders.ch» positiv: «Wir wollen kreativen Institutionen und Unternehmen eine Plattform bieten, auf der sie ihre Projekte verwirklichen können. Diese Idee ist sehr schnell auf fruchtbaren Boden gestossen: Über 1300 Unterstützer haben seit Juni 2016 insgesamt 23 Projekte finanziert, was einer Erfolgsquote von 72 % entspricht und 302'000 Franken generierte.» In den ersten acht Monaten seit der Lancierung stellten die Projektstarter zuerst vor allem kulturelle, soziale und sportliche Projekte auf «funders.ch» vor. «LU Couture» und «Chocolate with love» waren die ersten zwei erfolgreichen kommerziellen Projekte, die von KMU lanciert wurden. Als erstes Start-Up-Unternehmen haben die Gitarrenbauer «Relish Brothers» im Januar 2017 ihr Finanzierungsziel über «funders.ch» erreicht.

Nidwaldner und Obwaldner Kantonalbank als neue Kooperationspartnerinnen

Seit Februar 2017 präsentieren sich neu die Kantonalbanken von Nidwalden und Obwalden auf der Crowdfunding-Plattform mit je einer eigenen Seite und unterstützen die Starter beim Aufschalten und der Vermarktung ihrer Projekte. Die Projektinitianten entscheiden jeweils frei, mit welcher Bank sie auf «funders.ch» für die Lancierung ihres Projekts zusammenarbeiten wollen. Peter Bircher, Leiter Marketing & Kommunikation bei der Nidwaldner Kantonalbank (NKB), zeigt sich überzeugt: «funders.ch ist eine gute Idee und hat in wenigen Monaten einen beachtlichen Erfolg erzielt. Wir bei der NKB unterstützen seit 138 Jahren gute Ideen. Mit dieser Kooperation tun wir das jetzt auch online.» Marcel Brönnimann, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Obwaldner Kantonalbank (OKB) ergänzt: «Wer kreative Ideen hat, soll diese auch umsetzen können. Je mehr Partnerbanken sich auf funders.ch zusammenschliessen, desto bekannter wird die Plattform und umso höher wird die Chance, dass die Starter ein Projekt dank Crowdfunding verwirklichen können.»

LUKB entwickelt «funders.ch» weiter

Die LUKB übernimmt im Kooperationsmodell zentrale Funktionen wie beispielsweise die FINMA-relevanten Kontrollen oder die Koordination des Zahlungsverkehrs. Ebenso wird die LUKB 2017 die Markteinführung der crowdbasierten Kreditgewährung («Crowdlending») und die Eigenkapitalvermittlung («Crowdinvesting») für KMU vorantreiben. Gleichzeitig verfolgt die LUKB ihre Strategie, für «funders.ch» weitere Kooperationen mit Kantonalbanken in der Deutschschweiz aufzugleisen. Bereits klar ist, dass die Thurgauer Kantonalbank bis im Sommer als Kooperationspartnerin dazustossen wird.

Zusatzinformationen: Wie funktioniert Crowdfunding?

Crowdfunding (von englisch crowd für «Menschenmenge» und funding für «Finanzierung») ist ein Finanzierungsmodell, bei dem zahlreiche Personen (also die crowd) frei wählbare Beiträge leisten, um ein Finanzierungsziel zu erreichen.

Die «Starter» (Initianten) von Crowdfunding-Projekten beschreiben ihr Vorhaben in einem Video, mit Bildern und Texten und legen dabei das Finanzierungsziel, die Laufzeit ihrer Sammel-Kampagne sowie die Gegenleistungen fest, welche die «Funder» (Unterstützer) erhalten. Ist das Finanzierungsziel erreicht, erhalten die Starter die gesammelten Beträge und können ihr Projekt in die Tat umsetzen.

Die Starter definieren die angebotenen Gegenleistungen selber. Diese müssen je nach Projekt nicht exakt den geleisteten Beiträgen entsprechen. Es ist daher auch möglich, dass die Gegenleistungen ideeller beziehungsweise symbolischer Natur sind.