Marktkommentar

Marktkommentar
Aktienmärkte
Zaghaftes Plus
Wie am Vortag konnten die US-Märkte ihre Anfangsgewinne nicht halten und bröckelten im Verlauf des Handels ab. Immerhin blieb noch ein leichtes Plus stehen. Beim Dow-Jones-Index sogar noch ein wenig mehr. Immobilien- und Energietitel führten das Feld der Gewinner an. Auf der Gegenseite mussten Finanz- und Gesundheitswerte Verluste hinnehmen. Bei den Unternehmen gehörte Avis Budget mit einem Kursplus von 13.4 Prozent zu den Favoriten. Der Quartalsgewinn des Autovermieters fiel doppelt so hoch aus wie erwartet. Im Windschatten gewannen die Titel des Rivalen Hertz 15.7 Prozent. Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich heute durchs Band freundlicher. Banken- und Immobilienaktien ziehen die Märkte nach oben. Eine kräftige Liquiditätsspritze der chinesischen Zentralbank (PBOC) unterstützt die Börsen. Auch in Europa sieht es zum Wochenschluss nach einem leicht besseren Start aus. Die Umsätze sind jedoch dünn und die Aussagekraft daher eher bescheiden. Die News halten sich heute in Grenzen und es wird sich zeigen ob die Märkte die Kraft haben positiv ins Wochenende zu gehen. (Benno Galliker)
Geld-/Kapitalmärkte
EZB-Protokoll liefert nichts Neues
Das Ifo-Geschäftsklima ist im Februar überraschend deutlich gefallen. Dazu mögen die jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten beigetragen haben. Das gestern veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung des EZB-Rates im Januar lieferte nur vage Aussagen. Zwar bestätigten die Ratsmitglieder, dass die Forward Guidance der EZB bald überarbeitet werden soll. Allerdings könnte diese Änderung auch verschoben werden, da die Inflationsrate bisher nicht nachhaltig gestiegen ist. Ausserdem hat der Rat offenbar noch kein endgültiges Urteil über die jüngste Aufwertung des Euro gefällt. Der deutsche-Bund Future legte um rund 50 Bp zu. Die Euribors verbuchten Gewinne von 3-4 Bp. Der CHF-Zinsmarkt gab um 1-2 Bp nach. Heute richtet sich der Fokus auf die Inflationszahlen aus der Eurozone. Zudem sind am Nachmittag und Abend einige Reden von EZB- und Fed-Vertretern geplant. (Marco Birrfelder)
Devisenmärkte
EZB hält Guidance-Aenderung für verfrüht
Das mit Spannung erwartete Protokoll der EZB-Sitzung vom Januar liess den EUR zunächst tiefer tendieren. Zum USD wurde zeitweise auf Tiefstkursen von 1.2265 gehandelt. In diesen Regionen war die Unterstützung jedoch recht gut und die darauf folgende Gegenbewegung führte zu Kursen um die 1.2350. Warum der EUR zu dieser Gegenbewegung ansetzte war nicht wirklich klar. Das Protokoll enthielt schliesslich nichts Neues und die Andeutung von EZB-Präsident Draghi, dass die Kommunikation im März umgestellt werden könnte, war auch schon bekannt. Belastend für den EUR wären die neusten Zahlen des ifo-Geschäftsklimaindexes. Dieser fiel auf 115.4 Punkte von noch 117.6 im Vormonat. Es wurde kommuniziert, dass die Manager ihre Geschäftslage und die Aussichten für die kommenden sechs Monate weniger optimistisch beurteilten als zuletzt. Am 4. März finden in Italien die Parlamentswahlen statt und in Deutschland sollte das Resultat der Basisbefragung zur Groko in der SPD feststehen. Diesen Sonntag hält auch die deutsche CDU einen Parteitag ab. Gut möglich, dass diese Ereignisse nächste Woche ein bisschen Nervosität in die Märkte bringen. Der EUR zum CHF eröffnete nach den gestrigen Höchstkursen um 1.1545 heute Morgen bei 1.1502. (Patrick Liniger)

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