Marktkommentar

Marktkommentar
Geld-/Kapitalmärkte
Triple Zinsentscheid im Fokus
Insgesamt sind die Verbraucherpreise in den USA im November zum Vormonat zwar deutlich gestiegen, aber die Kerninflation fiel erneut schwach aus und konnte damit ihre dynamische Entwicklung aus dem Oktober nicht bestätigen. In der Fed dürfte dies die Zweifel an einer baldigen Belebung der Inflation wieder mehren. Die gestrigen Zahlen konnten nur zum Teil in der Sitzung vom Abend berücksichtigt werden, denn die Prognosen der einzelnen FOMC-Mitglieder wurden vorab erstellt. Wie erwartet hebte die US-Notenbank den Leitzins um 25 Bp an, allerdings fiel der Entscheid nicht einstimmig aus. Evans und Kashkari stimmten dagegen. Für das Jahr 2018 stellt die US-Notenbank weiterhin drei Zinserhöhungen in Aussicht. Für das Jahr 2019 liegt die Erwartung der FOMC-Mitglieder bei zwei bis drei Zinsschritten. Die US-Treasuries wie auch die Geldmarktfutures konnten in der Folge ihre Gewinne vom Nachmittag weiter ausbauen. Heute stehen drei weitere Zinsentscheidungen an. Den Start macht die Schweizerische Nationalbank (09.30 Uhr). Hier dürfte alles beim Alten bleiben. Dann folgt um 13.00 Uhr die Bank of England. Die BoE wird an ihrer Einschätzung, dass bis Ende 2020 nur zwei Zinserhöhungen kommen, erst einmal festhalten. Den Schluss macht die Europäische Zentralbank um 13.45 Uhr mit der anschliessenden Pressekonferenz 45 Minuten später. Aller Voraussicht nach wird die EZB ihre Wachstums- und Inflationsprognosen zwar nach oben anpassen, die Projektion für die Kerninflation aber unverändert niedrig lassen. (Marco Birrfelder)
Aktienmärkte
Märkte weiter im Bann der Zinsentscheidungen
Die Märkte in Asien haben heute Donnerstag uneinheitlich tendiert, vor allem die Börse in Tokio geriet nach der Fed-Entscheidung am Vorabend leicht unter Druck. Bankaktien waren vermehrt auf den Verkaufslisten der Marktteilnehmer zu finden. Auch an der Wall Street war keine einheitliche Tendenz zu erkennen. Die Fed erhöhte die Zinsen und den Ausblick für das Wirtschaftswachstum im 2018. Der Markt reagierte etwas enttäuscht, da mehrheitlich von 4 Zinserhöhungen im nächsten Jahr ausgegangen worden ist. Die zukünftige Geldpolitik wird die Anleger auch im weiteren Tagesverlauf auf Trab halten. Die Europäische Zentralbank, die Bank of England und die Schweizerische Nationalbank beraten über ihre jeweilige Geldpolitik. Für Spannung am heutigen Tag wird also gesorgt sein. (Peter Bürgler)
Devisenmärkte
Zentralbanken im Mittelpunkt
Das grosse Warten auf die Zinsentscheidungen wichtiger Zentralbanken (FED, EZB, BOE) lähmte gestern die Aktivitäten an den Devisenmärkten. Im Vorfeld des FED-Meetings kam der US-Dollar leicht unter Druck. Nach der von allen erwarteten 0.25% Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank änderte sich allerdings nichts und der USD wurde weiterhin offeriert. Heute Morgen handelt der USD/CHF bei 0.9850 und EUR/USD bei 1.1822. Der Schweizer Franken zeigte sich gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung unverändert bei 1.1630. Mit der heutigen Tagung der EZB und SNB bleibt dieses Währungspaar aber interessant, und obwohl Zinsänderungen nahezu ausgeschlossen werden, könnten allenfalls die Zukunftsaussichten der Präsidenten der Zentralbanken für Bewegung an den Devisenmärkten sorgen. Dasselbe gilt auch für die BOE, welche ebenfalls heute ihr Zinsmeeting abhalten wird. (Ralph Enderes)

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