Marktkommentar

Marktkommentar
Geld-/Kapitalmärkte
Politik beherrscht das Geschehen
Gestern hat erneut das Risk-on Sentiment dominiert. Positiv wirkte die Meldung, dass China bereits im Oktober erneut eine Senkung der Zölle auf Importe von ausserhalb der USA beschliessen könnte. Überraschend starke US-Konjunkturdaten (Philly-Fed-Index und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) trieben die US-Aktienmärkte auf neue Allzeithochs. Die 10J Treasury-Rendite kletterte auf über 3.09% und die 10J Bund Rendite stieg kurzzeitig über die Marke von 0.5%. Zum US-Renditeanstieg beigetragen haben auch Spekulationen über eine hawkishere Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch. Für einen Gegenimpuls in Europa sorgte dann die Meldung aus Italien, wonach 5-Sterne Chef Di Maio einen Austritt seiner Partei aus der Regierung für den Fall sieht, dass im Haushaltsplan für 2019 keine Mittel für zentrale Wahlversprechen vorgesehen werden. Der Gipfel zum Brexit endete mit skeptischen Tönen der EU-Staatschefs zum von May vorgelegten Plan zu den künftigen Handelsbeziehungen. (Marco Birrfelder)
Aktienmärkte
Rekordhochs
Die US-Börsen zeigten sich gestern euphorisch. Der breite S&P-500-Index und der berühmte Dow-Jones-Index schlossen auf neuen Allzeithöchstständen! Ein schwächerer US-Dollar sorgte für starken Rückenwind. Gesucht wurden vor allem Technologie- und Konsumtitel. Leicht schwächer tendierten dagegen Energiewerte. Auch die asiatischen Aktienmärkte geben sich heute Morgen keine Blösse und klettern kräftig nach oben. Am stärksten zeigen sich dabei die chinesischen Börsen die in diesem Jahr zu den grössten Verlierern gehören. Wie nachhaltig die Gegenbewegung ist wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Auch in Europa sieht es nach einer freundlichen Eröffnung aus. Für Bewegung dürfte heute der Futures- und Optionenverfall fürs dritte Quartal sorgen. Im Fokus steht auch weiterhin die Budgetdebate in Italien. Es scheint sich immer mehr zu einer Zerreissprobe für die Koalitionsregierung zu entwickeln. (Benno Galliker)
Devisenmärkte
Risk-on mit starkem Franken
Die derzeitige Marktstimmung liesse sich relativ einfach mit Risk-on beschreiben, wäre da nicht der Schweizer Franken. Dieser hält sich auf hohem Niveau und wir handeln EURCHF heute Morgen wie die letzten Tage um Kurse von 1.13. Daran hat auch gestern die SNB nichts geändert. Sie erachtet den Franken weiterhin als "hoch bewertet". Unter Druck stehen derzeit vor allem der US Dollar und der japanische Yen. Interessant ist es derzeit im britischen Pfund. Die gestern Vormittag veröffentlichten Einzelhandelsumsätze überraschten die Marktteilnehmer positiv. Dafür sieht es bei den Brexit-Verhandlungen weniger gut aus. Die EU-Staatschefs sind nicht zufrieden mit PM May's Brexit-Plänen und EU-Kommissionspräsident Juncker sagte, die EU sei bereit für ein "no-deal" Szenario. Mehr erwartet wurde von der Norges Bank. Sie hat zwar die Zinsen erhöht, jedoch hat sie keine Änderungen an ihrem Zinsenpfad kommuniziert. Die norwegische Krone kam in der Folge unter Druck, da eindeutig mehr erwartet worden war. Auf dem heutigen Datenkalender stehen diverse Einkaufsmanagerindizes aus Europa. (Michael Duss)

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