Marktkommentar

Marktkommentar
Aktienmärkte
Weiterhin ruhige Märkte
Die US-Börsen bleiben in Rekordlaune und schlossen erneut auf neuen Höchstständen. Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss dank IBM (+8.86%) bei über 23'100 Punkten. IBM konnte seit langem wieder einmal die Erwartungen der Analysten erfüllen. Neben IBM waren vor allem Finanzwerte gesucht. Dagegen hatten Öl- und Telekomwerte Abgaben zu verzeichnen. Auch heute zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte uneinheitlich. Weiter im Aufwind sind die Börsen in Japan. Dagegen müssen die Märkte in China und Südkorea leichte Verluste hinnehmen. In Europa sieht es erneut nach einem gehaltenen bis leicht schwächeren Start aus. Erneut beschäftigen vor allem Unternehmenszahlen. Die 9M-Umsatzzahlen von Nestlé und Roche fielen im Rahmen der Erwartungen aus und dürften den Aktienkurs nicht gross bewegen. Die eher schwächer als erwarteten Quartalszahlen von SAP und Unilever dürften dagegen die Stimmung dämpfen. (Benno Galliker)
Geld-/Kapitalmärkte
Katalonien und EU-Gipfel im Fokus
Die freundliche Stimmung an den Aktienmärkten drückte gestern auf die Futures- und Anleihemärkte. Zudem blieben taubenhafte Kommentare aus der EZB aus und Fed-Mitglied Dudley äusserte sich positiv zur US-Konjunktur. Die Zinsen in den Hauptwährungen notierten leicht fester. Die Wirtschaft der USA bleibt nach Einschätzung der US-Notenbank trotz Beeinträchtigungen durch die jüngsten Wirbelstürme weiter auf Wachstumskurs. Die Konjunktur habe in allen zwölf Notenbankdistrikten mässig bis moderat zugelegt, hiess es im gestern veröffentlichten "Beige Book". Der Makrokalender fällt heute vor allem für die Eurozone eher dünn aus. In den USA stehen mit dem Philadelphia-Fed Index und den Anträgen auf Arbeitslosenhilfe jedoch nochmals relevante Konjunkturdaten an. Jenseits der Daten wird einerseits der zweitägige EU-Gipfel im Fokus stehen, welcher am Freitag mit einer Sitzung des Europäischen Rates zu den Entwicklungen der Brexit-Verhandlungen endet und andererseits werden sich die Blicke nach Spanien richten. Denn die katalonische Regionalregierung hat heute bis 10:00 Uhr Zeit zu erläutern, ob sie letzte Woche die Unabhängigkeit erklärt hat. (Marco Birrfelder)
Devisenmärkte
USD etabliert sich über 0.9800 CHF
Der USD konnte sich gestern nach diversen Anläufen über 0.9800 CHF etablieren. Die Höchstkurse lagen bei 0.9835. Die Währungen CHF, JPY und Gold tendierten allesamt schwächer. Die allgemein gute Stimmung an den Finanzmärkten trieb die Marktteilnehmer aus den vermeintlich sicheren Häfen. Auch geht man davon aus, dass sich der Spanien-Konflikt trotz Deadline von heute 10 Uhr nicht weiter verschärfen werde. Spannend wird’s, wenn Madrid keine befriedigende Antwort erhält und Katalonien die Autonomierechte entzieht. Keinen Einfluss hatten Aussagen der Fed-Mitglieder Dudley und Kaplan anlässlich einer Panel-Diskussion gestern. Dudley sagte, dass die Fed auf gutem Weg sei, die 3. Zinserhöhung in diesem Jahr in die Wege zu leiten. Kaplan äusserte sich mehr zu regulatorischen Themen. Gemäss Fed Beige Book befindet sich die amerikanische Wirtschaft weiter in der Wachstumsspur. Die Eröffnungskurse heute Morgen: USD/CHF 0.9805, EUR/USD 1.1800, EUR/CHF 1.1570. (Patrick Liniger)

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