Marktkommentar

Marktkommentar
Geld-/Kapitalmärkte
Politik beherrscht das Marktgeschehen
Mangels an richtungweisender Konjunkturdaten verlief der Handelstag zu Wochenbeginn in ruhigen Bahnen. Sowohl in Europa als auch in den USA blieb die Agenda volkswirtschaftlicher Daten weitgehend leer. Die politischen Rahmenbedingungen bereiten den Marktteilnehmern allerdings weiterhin Sorgen. Diese waren auch mitverantwortlich, dass die Stimmung an den Aktienbörsen verunsichert wirkt und andererseits den Bondkursen etwas Auftrieb verlieh. Für heute erwarte der Markt Handelsbilanzzahlen aus der Schweiz sowie Daten zur ZEW-Umfrage aus Deutschland. Morgen folgen dann wichtige Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone und den USA. Grundsätzlich wird jedoch auf das wichtigste Ereignis in dieser Woche geschielt. Das geldpolitische Forum der Zentralbanken in Jackson Hole. Im Fokus wird dann wohl die Fed-Vorsitzende Janet Yellen stehen. Von ihr erwarten Marktteilnehmer Äusserungen angesichts des allgemein niedrigen US-Inflationsumfelds und der Wahrscheinlichkeit, dass die Fed-Bilanz relativ bald verringert wird. (Matthias Schüpbach)
Aktienmärkte
Freundlicher Start erwartet
Die europäischen Aktienbörsen zeigten sich gestern erneut schwächer. Der DAX verlor 0.82%. Gegen den Trend zeigte sich der Schweizer Aktienmarkt freundlich. Der SMI konnte sich den ganzen Tag mit ganz kleinen Ausnahmen im Plus halten. Am Schluss legte der Index 0.11% zu. Die amerikanischen Aktienbörsen schlossen ebenfalls mehrheitlich im Plus. Der Dow Jones gewann 0.13%. Heute Morgen zeigen sich die asiatischen Aktienbörsen gehalten. Der Nikkei verliert 0.05% und der Shanghai Comp. gewinnt im Moment 0.02%. Die europäischen Aktienvorbörsen geben einen guten Start vor. Der SMI-Futures steigt um 0.34% und der DAX-Futures legt sogar 0.50% zu. Der Nahrungsmittel-Hersteller Orior hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres 2017 dank einer Akquisition im Raum Benelux mehr umgesetzt und dabei deutlich mehr verdient. In der Schweiz läuft das Geschäft hingegen harzig. Das Industrieunternehmen Schlatter hat im ersten Halbjahr 2017 deutlich mehr Umsatz erzielt, aber weniger Bestellungen erhalten. Die Gewinnkennzahlen werden bestätigt, wobei die kleinere der beiden Sparten in die roten Zahlen gerutscht ist. Das Verbindungstechnik- und Logistikunternehmen Bossard ist im ersten Halbjahr 2017 kräftig gewachsen und hat dabei gleichzeitig den Gewinn markant gesteigert. Das Unternehmen profitierte dabei einerseits vom guten Marktumfeld und anderseits von Akquisitionen. (Roland Schürmann)
Devisenmärkte
Ruhe vor Jackson Hole Meeting
Vor dem Jackson Hole Meeting, welches am Donnerstag startet, handeln wir an den Devisenmärkten ziemlich ruhig. Der US Dollar gab gestern weiterhin nach. Als Ursachen hört man zwei Gründe: einerseits die unruhigen Zustände um die Regierung von Donald Trump, andererseits die Positionierungen vor dem Jackson Hole Meeting. Trotz des ruhigen Handels konnte sich EURUSD über die Marke von 1.18 bewegen und auch halten. Die sicheren Häfen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen gaben gestern leicht nach. EURCHF handeln wir derzeit bei 1.1375. Auch Gold kämpft mit dem Bruch der Widerstände. Das Jahreshoch von 1'296 US Dollar pro Unze konnte es trotz den Netto-Long Positionen an den Futures-Märkten und der Zunahme bei den ETF Beständen nicht nachhaltig durchbrechen. Heute Morgen handeln wir die Unze bei 1'288 US Dollar. Auch der heutige Tag wird wohl ruhig werden. Um 11 Uhr wird der ZEW-Konjunkturindex publiziert. (Michael Duss)

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