CircularBlades — Vom Windrad zum Stadtmobiliar

Ausgediente Rotorblätter werden zu Sitzbänken, Wartehäuschen und Veloständern für den öffentlichen Raum.


CircularBlades — Vom Windrad zum Stadtmobiliar

Windkraftanlagen liefern jahrzehntelang erneuerbare Energie. Sind ihre Rotorblätter ausgedient, enden sie heute meist im Zementwerk, wo sie verbrannt werden – obwohl das glasfaserverstärkte Material äusserst langlebig ist. Seit Anfang 2026 dürfen Rotorblätter in der EU zudem nicht mehr deponiert werden. Deshalb braucht es neue Lösungen.

Projektinformationen

Das Luzerner Start-up CircularBlades gibt den Rotorblättern ein zweites Leben. Es verarbeitet sie zu Mobiliar für Gemeinden, Städte und Tourismusdestinationen: Sitzbänke, Veloständer und Wartehäuschen. So macht das Start-up Kreislaufwirtschaft im öffentlichen Raum sicht- und erlebbar.

Die Rotorblätter holt das Unternehmen direkt bei Windparks ab und schneidet sie mit einem Wasserstahl-Schneide-Verfahren zu. Das restliche Material wird zu Granulat für die Bauindustrie verarbeitet. Jedes Produkt erzählt seine eigene Geschichte. Über einen QR-Code erfahren Nutzerinnen und Nutzer, aus welchem Windpark das Material stammt und wie viel CO₂ die Wiederverwendung eingespart hat.

CircularBlades entwickelt das Projekt gemeinsam mit der Hochschule Luzern und der Fachhochschule Nordwestschweiz. Erste Gespräche mit Luzerner Gemeinden laufen bereits.

Förderbeitrag

Der Förderbeitrag von 30'000 Franken finanziert den Kauf und Transport der ersten Rotorblätter sowie den Bau von drei bis fünf Prototypen zur Akquise der ersten Pilotprojekte mit Luzerner Gemeinden.

Nachhaltiger Nutzen

CircularBlades führt ausgediente Rotorblätter in den Materialkreislauf zurück, statt sie zu verbrennen. Das spart Ressourcen, reduziert CO₂-Emissionen und macht Kreislaufwirtschaft im öffentlichen Raum sichtbar. Gleichzeitig stärkt das Projekt die regionale Wertschöpfung und schafft neue Arbeitsplätze im Kanton Luzern.

Unterstützte SDGs

SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

SDG 13: Massnahmen zum Klimaschutz