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Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie bildet die Basis für verantwortungsvolles Handeln und nachhaltige Wertschöpfung in allen Geschäftsbereichen. Mit unserem Engagement leisten wir einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft und generieren Mehrwert für unsere Stakeholder.
Seit der Gründung der LUKB im Jahr 1850 verfolgen wir eine langfristige Geschäftspolitik mit dem Ziel, der Bevölkerung und der Wirtschaft des Kantons Luzern grossen Nutzen zu schaffen. Dazu gehört auch die Wertschöpfung für den Mehrheitsaktionär (Kanton Luzern) und für die über 33'000 weiteren Aktionärinnen und Aktionäre unseres Unternehmens.
Ein zentraler Aspekt ist dabei die Nachhaltigkeit: schonender Umgang mit begrenzten Ressourcen, Mitgestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft und Förderung sozialer Gerechtigkeit.
Als Marktführerin im Wirtschaftsraum Luzern und als bedeutende Arbeitgeberin sind wir uns unserer besonderen Verantwortung bewusst und handeln entsprechend aktiv und zukunftsorientiert.
Das Management der Nachhaltigkeit erfolgt entlang eines klar definierten Rahmens:
Unsere strategischen Schwerpunkte 2026 bis 2030 (Strategieperiode «LUKB30») sind:
Wir unterstützen verschiedene Initiativen und Programme rund um relevante Nachhaltigkeitsthemen und orientieren uns an deren Standards, Empfehlungen und Zielsetzungen:
| Organisation | Beschreibung | Rolle der LUKB |
|---|---|---|
| UN Principles for Responsible Investment (PRI) | Bei den Prinzipien für ein verantwortliches Investieren handelt es sich um eine von den Vereinten Nationen (UN) unterstützte Investoreninitiative. | Wir haben die UN PRI im Oktober 2019 freiwillig unterzeichnet. |
| UN PRI «Spring» |
«Spring» ist eine Stewardship-Initiative der UN PRI. Sie befasst sich mit den systemischen Risiken des Biodiversitätsverlustes, um die langfristigen Interessen der Investoren zu schützen. Die Initiative will einen Beitrag zum globalen Ziel leisten, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 zu stoppen und umzukehren. |
Wir beteiligen uns seit 2024 freiwillig an der «Spring»-Initiative. |
| Climate Action 100+ | Climate Action 100+ ist eine von Investoren geführte Initiative. Sie soll sicherstellen, dass Unternehmen, darunter einige der weltweit grössten Treibhausgasemittenten, angemessene Massnahmen gegen den Klimawandel ergreifen, um finanzielle Risiken zu mindern und den langfristigen Wert ihrer Vermögenswerte zu sichern. | Wir beteiligen uns seit 2021 freiwillig an der Initiative Climate Action 100+. |
| Die FAIRR-Initiative wurde 2015 gegründet und ist ein Investorennetzwerk, welches das Bewusstsein für wesentliche Risiken und Chancen in der intensiven Tierhaltung und im globalen Lebensmittelsektor erhöhen will. Sie führt zusammen mit Investoren Engagement-Aktivitäten mit Unternehmen aus der Landwirtschaft und dem Ernährungssektor durch. | Wir beteiligen uns seit 2022 freiwillig an der FAIRR-Initiative. | |
| Die GRI ist eine internationale Organisation, die branchenübergreifende Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung bereitstellt. Diese werden in vielen Ländern von Unternehmen und sonstigen Organisationen angewandt. | Wir haben erstmals für das Geschäftsjahr 2024 auf freiwilliger Basis in Übereinstimmung mit den GRI-Standards berichtet. | |
| Die TCFD war während einigen Jahren eine globale, von der Finanzindustrie geführte Initiative, welche Empfehlungen zur Offenlegung von Chancen und Risiken aufgrund des Klimawandels veröffentlichte. Im Juli 2023 erklärte die Trägerorganisation, das Financial Stability Board (FSB), die Arbeit der TCFD für abgeschlossen. Die Empfehlungen der TCFD sind in die neuen Standards des International Sustainability Standards Board (ISSB, Standards IFRS S1 und IFRS S2) integriert worden. Damit wurde die TCFD im Oktober 2023 aufgelöst. Die Nutzung der TCFD-Empfehlungen bleibt weiterhin freiwillig möglich, und einige Unternehmen sind weiterhin verpflichtet, sie anzuwenden. In der Schweiz ermöglicht die Anwendung der TCFD-Empfehlungen die Umsetzung von Bestimmungen der Verordnung über die Berichterstattung über Klimabelange. Deshalb sind die TCFD-Empfehlungen für die LUKB nach wie vor massgebend. | Wir haben erstmals für das Geschäftsjahr 2024 zur Einhaltung der Vorgaben in der Verordnung des Bundesrates über die Berichterstattung über Klimabelange nach den TCFD-Empfehlungen berichtet. | |
| Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) | PCAF ist eine globale Partnerschaft von Finanzinstituten, die gemeinsam einen einheitlichen Ansatz zur Messung und Offenlegung der mit ihren Krediten, Investitionen und Kapitalmarktgeschäften verbundenen Treibhausgasemissionen entwickeln und umsetzen. | Wir sind dieser Initiative 2023 freiwillig beigetreten. Im Nachhaltigkeitsbericht 2024 veröffentlichten wir erstmals Treibhausgasemissionen nach dem von der PCAF entwickelten Standard zur Berechnung und Offenlegung von «finanzierten Emissionen». |
| Paris Agreement Capital Transition Assessment (PACTA) | PACTA ist ein Klimaverträglichkeitstest, der in verschiedenen Ländern durchgeführt wird. In der Schweiz wird er unter der Leitung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) regelmässig durchgeführt. Mit der PACTA-Methode wird untersucht, in welchem Ausmass die Investitionen und Finanzierungen von Finanzinstituten im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens stehen. | Wir haben im Jahr 2024 zum dritten Mal freiwillig an den PACTA-Klimaverträglichkeitstests teilgenommen. |
| Swiss Sustainable Finance (SSF) |
SSF ist ein Verein, der die Schweiz als führendes Zentrum für nachhaltige Finanzdienstleistungen etablieren will. Er setzt sich für notwendige Rahmenbedingungen ein, bindet Interessengruppen ein, informiert über Praxisansätze sowie über Erkenntnisse in der Wissenschaft und erstellt unterstützende Instrumente. |
Wir sind seit 2021 freiwillig Mitglied von SSF. |
| öbu - Verband für nachhaltiges Wirtschaften | öbu ist ein Verein, der Unternehmen unterstützt, Nachhaltigkeit in ihre Strategie einzubinden. Zudem bietet er Informationen und Weiterbildungen zu Nachhaltigkeitsthemen an. Die Arbeit von öbu orientiert sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. |
Wir sind seit 2007 freiwillig Mitglied des Verbands öbu. |
| Nachhaltigkeitsnetzwerk Zentralschweiz (NNZ) |
NNZ ist ein Verein, der die Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in der Zentralschweiz fördern will. |
Wir sind der Charta des NNZ im Jahr 2021 freiwillig beigetreten. |
Wir setzen die Schwerpunkte unserer Nachhaltigkeitsarbeit entlang der als wesentlich identifizierten Themen.
Wesentliche Themen sind jene Nachhaltigkeitsaspekte, die für ein Unternehmen aufgrund ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft oder ihrer finanziellen Relevanz besonders bedeutend sind.
Die wesentlichen Themen haben wir zuletzt 2025 überprüft. Grundlage der Überprüfung bildeten die Vorgaben des Obligationenrechts zur nichtfinanziellen Berichterstattung, insbesondere der Ansatz der doppelten Materialität. Dieser umfasst sowohl die finanzielle Materialität aus der Outside‑in‑Perspektive (finanzielle Wesentlichkeit für die LUKB) als auch die Impact‑Materialität aus der Inside‑out‑Perspektive (Wesentlichkeit für Umwelt und Gesellschaft).
Die wesentlichen Themen der LUKB:
Alle wesentlichen Themen sind mit Grundsätzen und Zielsetzungen hinterlegt. Detaillierte Informationen rund um die wesentlichen Themen können dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht entnommen werden.
Wir tragen die Klimapolitik des Bundes und des Kantons Luzern mit Ziel «Netto-Null» bis 2050 aus Überzeugung mit.
Unsere Zwischenziele:
| Scope | Bereich | Messgrösse | Basisjahr | Basiswert | Zwischenziele |
| 1 und 2 | Direkte und indirekte energiebedingte Emissionen | THG-Emissionen absolut | 2014 | 991 tCO2e | Netto-Null-Ziel 2030: Reduktion der THG um ungefähr 80% auf ungefähr 200 tCO2e gegenüber 2014 bis 2030; Kompensation der verbleibenden THG-Emissionen spätestens ab 2030 |
| 1 und 2 | Direkte und indirekte energiebedingte Emissionen | Anteil bezogener Strom aus erneuerbaren Energiequellen | 2023 | 100% | 100% Anteil bezogener Strom aus erneuerbaren Energiequellen über die Jahre 2025 bis 2030 |
| 3 | Hypotheken Wohnbau | CO2-Emmissionen Scope 1 und Scope 2 pro m2 Energiebezugsfläche (EBF) | 2023 | 30.3 kgCO2e/m2 EBF | Mindestens -40% gegenüber 2023 bis 2030 (max 18.2 kgCO2e/m2 EBF im Jahr 2030) |
| 3 | Hypotheken Gewerbe | CO2-Emmissionen Scope 1 und Scope 2 pro m2 Energiebezugsfläche (EBF) | 2023 | 27.0 kgCO2e/m2 EBF | Mindestens -40% gegenüber 2023 bis 2030 (max 16.3 kgCO2e/m2 EBF im Jahr 2030) |
Wir haben die folgenden sechs Handlungsfelder definiert und daraus konkrete Massnahmen abgeleitet:
Weiterführende Informationen können dem Kapitel «Treibhausgasemissionen und Klimaschutz» im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht entnommen werden.
Wir streben ein glaubwürdiges und wirkungsvolles Nachhaltigkeitsengagement an. Dabei berücksichtigen wir die Einschätzungen externer Spezialisten, wie beispielsweise anerkannter Ratingorganisationen. Die folgenden Ratings sind Teil unseres internen strategischen Zielsystems («Balanced Scorecard»):
| Ratingorganisation | Rating-Typ | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
| MSCI | ESG Risk 1) | AA | AA | AA |
| Inrate | ESG Impact 2) | B- | B | B |
| Inrate | Corporate Governance (zRating) 3) | 70 | 72 | 74 |
| ISS | ESG Impacts, Risks & Opportunities 4) | Not Prime D+ | Not Prime D+ | Primce C |
| Sustainanalytics (Morningstar) | ESG Risk 5) | Medium | Medium | Medium |
1) Skala: AAA (bestes Rating), AA, A, BBB, BB, B, CCC
2) Skala: A+ (bestes Rating), A, A-, B+, B, B-, C+, C, C-, D+, D, D-
3) Skala von 100 Punkten (bestes Rating) bis 1 Punkt
4) Skala: A+ (bestes Rating), A, A-, B+, B, B-, C+, C, C-, D+, D, D-
5) Skala: «Negligible ESG Risk» (bestes Rating), «Low ESG Risk», «Medium ESG Risk», «High ESG Risk», «Svere ESG Risk»