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Hauskauf im Konkubinat

Das sollten unverheiratete Paare beachten

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Wer im Konkubinat lebt, geniesst nicht den gleichen rechtlichen Schutz wie ein verheiratetes Paar oder ein Paar in einer eingetragenen Partnerschaft. Beim Kauf von gemeinsamen Wohneigentum ist es deshalb ratsam, Vorkehrungen zu treffen. So empfiehlt sich beispielsweise ein Konkubinatsvertrag abzuschliessen. 

Wozu dient ein Konkubinatsvertrag?

Dieser schafft Klarheit und hält die Besitzverhältnisse fest, umfasst Rechte und Pflichten der Lebenspartner und erspart mögliche Konflikte bei einer allfälligen Trennung. Zudem ist es von Vorteil, dass man sich gegenseitig, insbesondere finanziell, absichert, etwa mit einer letztwilligen Verfügung und mittels Begünstigungen in der Vorsorge (2. und 3. Säule). 

Welche Eigentumsformen bieten sich an? 

Eine Liegenschaft kann im Alleineigentum, im Gesamteigentum oder im Miteigentum erworben werden. Dabei sollte die Eigentumsform der Herkunft der finanziellen Mittel entsprechen. Finanziert ein Partner die Liegenschaft alleine, dann sollte auch nur er im Grundbuch als Eigentümer eingetragen sein, um allfällige Unstimmigkeiten bei einer Trennung auszuschliessen. In diesem Fall erscheint es aber unerlässlich, einen Mietvertrag mit dem anderen Partner abzuschliessen, der die Höhe des Mietzinses und insbesondere auch die Kündigungsbedingungen regelt. Wenn beide Partner finanziell zum Erwerb der Liegenschaft beitragen, kommt Gesamt- oder Miteigentum infrage. Bei beiden Eigentumsvarianten ist zu empfehlen, sowohl die Finanzierung der Liegenschaft als auch den Fall einer allfälligen späteren Trennung separat und schriftlich zu regeln. Dies gilt vor allem für die Frage, wer im Fall einer Trennung die Liegenschaft übernehmen darf bzw. zu welchem Wert und wann. Aufgrund der finanziellen Transparenz durch die Miteigentumsquoten entscheiden sich die meisten Konkubinatspaare für das Miteigentum. Ein weiterer Grund ist, dass bei einer selbst bewohnten Liegenschaft nur im Miteigentum (und nicht im Gesamteigentum) Gelder der beruflichen Vorsorge vorbezogen werden können. Im Grundbuch muss ersichtlich sein, welcher Anteil aus den Geldern der Altersvorsorge finanziert worden ist. Dies ist nur bei Miteigentum möglich. 

Welche Vorkehrungen für den Todesfall sind empfehlenswert? 

Damit im Todesfall des einen Partners der überlebende Partner die gemeinsame Liegenschaft behalten kann, sind frühzeitige Vorkehrungen notwendig. Je nachdem, welche Erben der verstorbene Partner hinterlässt, genügt ein Testament, um diese Absicht zu erreichen. Dies ist dann der Fall, wenn keine pflichtteilgeschützten Erben vorhanden sind. Die Kinder einer verstorbenen Person sind jedoch pflichtteilgeschützt. Ihr Pflichtteilanspruch beträgt drei Viertel ihres gesetzlichen Erbanspruchs. Aufgrund dieses hohen Pflichtteilanspruchs wird oftmals eine weitergehende Begünstigung in Form eines Erbvertrages mit allen Erben in Betracht gezogen, sofern die gesetzlichen Bestimmungen dies zulassen. Auf jeden Fall ist zusätzlich sicherzustellen, dass für eine allfällige Auszahlung der berechtigten Erben ausreichend liquide Mittel vorhanden sind. Dies lässt sich in der Regel über eine Versicherungslösung erreichen. Weitere Informationen zum Erbrecht erhalten Sie hier

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Finanzierungsmöglichkeiten und rechtliche Grundlagen frühzeitig abklären lohnt sich!

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