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Bauen mit Holz – ökonomische Aspekte

Über den gesamten Lebenszyklus bietet der erneuerbare Baustoff gegenüber dem Massivbau auch ökonomische Vorteile.

Trotzdem braucht es für jedes Objekt eine sorgfältige Finanzanalyse über die ganze geplante Lebensdauer.

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Der Holzweg kann sich lohnen

Wirtschaftlichkeit gehört genauso zur Nachhaltigkeit wie ökologische und soziale Aspekte. Dies gilt auch im Immobilienbereich. Bei Gebäuden bedeutet ökonomische Nachhaltigkeit, dass die wirtschaftliche Dimension in allen Phasen des Lebenszyklus berücksichtigt wird – also nicht nur die initialen Investitionskosten, sondern auch die Betriebs- und insbesondere Energiekosten, die Unterhaltskosten sowie die Rückbau- und Entsorgungskosten. 

Bis heute fällt die Wahl vieler Investoren bei der Realisierung von Mehrfamilienhäusern auf die Massivbauweise: Ein gedämmtes Einsteinmauerwerk mit einer verputzten Kompaktfassade und mit ebenfalls verputzten Betondecken; die Installationen sind in Wänden und Decken verbaut und nicht mehr zugänglich. Zu Hunderten prägen solche Siedlungen Schweizer Städte und Dörfer. Der Grund: Die millionenfache Erfahrung im Umgang mit Backstein, Beton und Stahl – man hat immer so gebaut, die Qualität und die Kosten sind bekannt. 

Holz im Trend

Doch in den letzten Jahren hat ein Umdenken eingesetzt. Gerade im Hinblick auf den Klimaschutz und die Lebenszykluskosten erkennen Investoren und Bauherren immer mehr, dass es sich lohnt, bewusst auf die Qualität und die Langlebigkeit von Holz zu setzen. Dies zeigt sich darin, dass landauf landab immer mehr Holzbauten geplant und realisiert werden – vor allem auch Grossprojekte in Holz. Eines der Leuchtturmprojekte im Kanton Luzern ist das «Haus des Holzes» in Sursee, ab Sommer 2022 der neue Firmensitz des Unternehmens PIRMIN JUNG Schweiz AG. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten sind selbst Hochhäuser aus Holz machbar, wie Beispiele aus der Schweiz und dem Ausland zeigen.

In ihren Entscheidungsprozessen sollten Investoren und Bauherren in Bezug auf die Holzbauweise folgende Punkte berücksichtigen:

  • Holzbau erfordert mehr Disziplin in der Statik und in der Organisation der Grundrisse als die Massivbauweise – sowie mit dem Holzbauingenieur einen zusätzlichen Fachplaner. Dies verändert die gewohnten Entwicklungsprozesse bei Architekten und Bauherren.
  • Die Holzbauweise benötigt einen grösseren Planungsvorlauf. Die reine Bauzeit wird aber kürzer als bei einem konventionellen Projekt. Die Holzelemente werden in modernen Fabriken passgenau vorgefertigt, sodass sich das Gebäude vor Ort effizient und rasch erstellen lässt. 
  • Mit dem höheren Detailierungsgrad in der Planung und der Vorfabrikation resultiert eine grössere Termin- und Kostensicherheit, aber auch eine höhere Ausführungsqualität für das investierte Geld.
  • Dank der verkürzten Bauzeit sind Holzbauten in der Regel früher operativ und generieren deshalb früher Einkommen als Massivbauten.
  • Holzbauwände sind oft schlanker als bei Massivbauten – dies aufgrund der in die Tragwerkebene integrierten Wärmedämmung und dank der hervorragenden Dämmeigenschaften von Holz. Bei gleicher Grundfläche ermöglicht dies eine grössere Ertragsfläche.
  • Die vorausschauende Planung der Konstruktion und die Verwendung des sehr langlebigen Baumaterials Holz führen zu vorteilhaften Unterhalts- und Ersatzkosten. 
  • Holz kann in regionalen Wäldern geerntet und von regionalen Firmen zu Häusern weiterverarbeitet werden. Bauen mit Holz bedeutet auch Förderung und Stärkung der regionalen Wirtschaft. 
  • Die Kosten von Bauten werden weitgehend von den Ansprüchen und Zielen der Bauherrschaft definiert. Bei gleichen Vorgaben sind Holzbauten kaum teurer als herkömmliche Bauweisen. 
  • Zudem sind Holzbauten wesentlich günstiger in der Entsorgung als Massivbauten – dies, weil die eingesetzten Elementbauteile einfach rückbaubar und wiederverwendbar oder rezyclierbar sind und weil heute auf den Einsatz von schadstofffreiem Holz geachtet wird.


Immobilien-Experten der LUKB zeigen Handlungsmöglichkeiten auf

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