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Der Chef geht in Pension. Und dann? Die Nachfolgefrage stellt sich lange vor der Übergabe. Sie sichert das Lebenswerk, bewahrt Vergangenes und gestaltet die Zukunft des Unternehmens – ein Prozess, der weit mehr ist als ein einzelner Schritt.
In der Schweiz stehen mehr als 100'000 Unternehmen in den nächsten Jahren vor einer Nachfolgeregelung. Das betrifft rund 15% aller Firmen – Tendenz steigend. Der Grund ist offensichtlich: Die Babyboomer-Generation geht in die Pension. Besonders betroffen sind Klein- und mittlere Unternehmen (KMU), die das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft bilden. Bei Firmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden liegt der Anteil mit anstehender Nachfolge bei rund 8%. Ähnlich präsentiert sich die Zahl im Wirtschaftsraum Luzern/Zentralschweiz.
Die Nachfolge ist weit mehr als ein Eigentümerwechsel. Sie berührt persönliche Lebenswerke, familiäre Bindungen und die Identität eines Unternehmens. Rund 40% der Übergaben finden innerhalb der Familie statt. Etwa 20 % der Betriebe werden an Mitarbeitende verkauft (Management-Buy-Out), während rund 40% an Dritte übergehen oder aufgelöst werden. Auffällig ist der steigende Anteil externer Nachfolgen – ein Zeichen dafür, dass familieninterne Lösungen seltener gelingen.
Wer die Übergabe frühzeitig und professionell gestaltet, übernimmt Verantwortung für Familie und Unternehmen, sichert Stabilität und langfristigen Erfolg.