Die aktuelle Kennzahl zur Marktlage zeigt die angespannte Situation im Mietsegment zahlreicher Regionen: Auf eine freie Wohnung kommen durchschnittlich sechs Interessenten.
In zahlreichen Schweizer Wohnlagen ist die Nachfrage nach Mietwohnungen deutlich höher als das verfügbare Angebot. Besonders ausgeprägt ist dieser Umstand im Kanton Luzern: Pro ausgeschriebene Wohnung bewerben sich rund sechs Suchende und damit nahezu doppelt so viele wie im landesweiten Mittel. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf Wohnungssuchende sowie auf Eigentümer von Renditeliegenschaften.
Der Wohnungsmarkt ist in vielen urbanen Zentren und deren Agglomerationen durch ein strukturelles Nachfrageübergewicht geprägt. Wesentliche Treiber sind das Bevölkerungs- und Haushaltswachstum in wirtschaftlich starken Regionen, welches auf eine begrenzte Bautätigkeit trifft.
Das Resultat ist ein anhaltender Nachfrageüberhang, der sich in einer hohen Anzahl an Suchenden pro Mietobjekt manifestiert.
Für Mietinteressenten verschärft sich der Wettbewerb um verfügbaren Wohnraum deutlich.
Zentrale Auswirkungen sind:
Die Wohnraumsuche wird damit stärker zu einem kompetitiven Auswahlprozess als zu einem klassischen Vergleich von Angeboten.
Für Eigentümer von Renditeliegenschaften verändert sich die Ausgangslage grundlegend zugunsten der Vermietungsseite.
Eine hohe Anzahl an Bewerbungen ermöglicht eine vertiefte Prüfung der Interessenten. Neben finanzieller Tragfähigkeit gewinnen Kriterien wie Stabilität des Mietverhältnisses, Referenzen und soziale Integration an Bedeutung. Gleichzeitig steigt der Aufwand im Selektionsprozess.
In angespannten Märkten ergibt sich ein Aufwärtsdruck auf die Mietzinsen. Aufgrund der hohen Nachfrage sinkt gleichzeitig das Leerstandsrisiko.
Für Renditeinvestoren ist die aktuelle Marktsituation grundsätzlich positiv zu bewerten, da die Nachfragesituation stabile Erträge unterstützt. Gerade in diesem Umfeld ist es sinnvoll, sich verstärkt mit der Bedeutung der strukturellen Faktoren auseinanderzusetzen.
Entscheidend sind insbesondere:
Die hohe Nachfrage allein ersetzt keine strategische Analyse und Positionierung der Liegenschaft.