Ehe- oder Lebenspartner absichern
Eine Ehe oder eingetragene Partnerschaft ist nicht nur eine emotionale Verbindung zwischen zwei Menschen, sondern auch eine rechtliche und finanzielle Partnerschaft.
Die Eckpfeiler der Absicherung in der Ehe/eingetragenen Partnerschaft
Wie Sie Ihre Ehepartnerin/Ihren Ehepartner oder Ihre eingetragene Partnerin/Ihren eingetragenen Partner finanziell absichern können und was Sie dabei beachten sollten.
Erbrechtliche Situation
Falls Sie keine besonderen Anordnungen getroffen haben, gelangt die gesetzliche Erbfolge zur Anwendung. Verschaffen Sie sich mit dem kostenlosen Erbrechner der LUKB einen Überblick über Ihre persönliche Nachlasssituation.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die gesetzliche Erbfolge:
| ohne Nachkommen | mit Nachkommen |
|---|---|
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Es erben:
|
Es erben:
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Vorsorge und Lebensversicherung
Automatischer Schutz für Ehepartner gibt es aus den drei wichtigsten Sozialversicherungswerken der Schweiz, der AHV (1. Säule), der Pensionskasse (2. Säule) sowie der freiwilligen Vorsorge (3. Säule).
1. Säule - AHV
- Gemeinsame Rente – max. 150% des Höchstbetrages der Altersrente
- im Todesfall max. eine volle Einzelrente (inkl. Verwitwetenzuschlag von 20%)
2. Säule - Pensionskasse
- Witwen-/Witwerrente: gesetzlich vorgesehen sofern Voraussetzungen erfüllt sind
- Kapital bei Pensionskassen: «gemeinsames» Pensionskassenkapital, bei Scheidung hälftige Teilung
- Freizügigkeitskonto/-police: Begünstigung gesetzlich vorgesehen
3. Säule - freiwillige Vorsorge
LUKB Vorsorgekonto Sparen 3
Das Vorsorgeguthaben wird mit dem Tod des Vorsorgenehmers fällig. Die Ansprüche auf das Vorsorgeguthaben sind gesetzlich geregelt und im Reglement unter Ziffer 3.2 festgehalten. Der Vorsorgenehmer kann, unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, begünstigte Personen bestimmen und deren Ansprüche näher bezeichnen.
Der Ehevertrag
Als verheiratetes Paar können Sie sich mittels Ehevertrag gegenseitig begünstigen, was dazu führt, dass das erbrechtliche Nachlassvermögen verringert wird.
Dank dem Ehevertrag kann der überlebende Ehepartner gegenüber den anderen pflichtteilsgeschützten Erben noch besser gestellt werden und die Erbansprüche weiterer Erben wird reduziert. Für den Ehevertrag braucht es kein Einverständnis der Nachkommen. Der Vertrag darf jedoch die Pflichtteile der nicht gemeinsamen Nachkommen nicht verletzen.
Möglicher Inhalt
- Begünstigung des überlebenden Ehepartners
- Finanzielle Absicherung des überlebenden Ehepartners
- Klare Regelung des Nachlasses und Ausweisung der Eigengüter
Bedingung
Der Ehevertrag muss von einem Notar öffentlich beurkundet werden.
Weitere Vorkehrungen
Weitere Massnahmen, die Sie in der Ehe/eingetragenen Partnerschaft treffen können.
Patientenverfügung
Sie unterstützen Ihren Partner / Ihre Partnerin bei schweren, medizinischen Entscheidungen, indem Sie Ihre Wünsche und konkrete Anweisungen festhalten.
Mehr zur Patientenverfügung erfahren
Vorsorgeauftrag
Damit regeln Sie, wer Sie im Falle einer Urteilsunfähigkeit vertreten darf.
Testament/Erbvertrag
Mit einem Testament oder Erbvertrag können Sie die gesetzliche Erbfolge abändern und beispielsweise Ihren Partner / Ihre Partnerin meistbegünstigen.
Regelung der Vollmachten
Sogenannte Generalvollmachten waren früher beliebt, sind aber immer seltener akzeptiert. Viele Institutionen verlangen eigene Vollmachten. Für folgende Geschäfte lohnt sich eine Abklärung:
- Bank
- Post
- Behörden, Amtsstellen
- Vermieterin/Vermieter
- Telekom-Anbieter
- Arbeitgeber